RTL Group Aktie: Konkurrenz macht Druck
RTL sieht sich durch Konkurrenz von ZDF und HBO Max herausgefordert. Eine erwartete Sonderdividende von bis zu 5 Euro pro Aktie stützt den Kurs bei strategischen Unsicherheiten.

- ZDF attackiert RTLs junge Streaming-Zielgruppe
- HBO Max schmälert Wert der geplanten Sky-Übernahme
- Sonderdividende von bis zu 5 Euro erwartet
- Neuer CEO soll Integration von Sky managen
Der Kampf um die junge Zielgruppe in der deutschen Medienlandschaft verschärft sich spürbar. Während sich die RTL-Aktie stabil zeigt, bläst die öffentlich-rechtliche Konkurrenz zum Angriff auf das Streaming-Publikum, das eigentlich Kern der Wachstumsstrategie von RTL+ ist. Gleichzeitig verändert der Markteintritt von US-Giganten die Voraussetzungen für die geplante Sky-Übernahme entscheidend und wirft Fragen zur zukünftigen Content-Strategie auf.
Angriff auf die Marktanteile
Die Bestätigung des ZDF, dass Bill und Tom Kaulitz die Neuauflage von “Wetten, dass..?” moderieren, ist für RTL mehr als nur eine bloße Personalie der Konkurrenz. Der öffentlich-rechtliche Sender zielt damit direkt auf die digital-affine Zielgruppe ab, die RTL prioritär für seinen Streaming-Dienst binden möchte. Marktbeobachter sehen darin ein Signal, dass der Wettbewerb um Talente und die Vorherrschaft am Samstagabend in eine neue, intensivere Phase eintritt.
Zusätzlich belastet eine strukturelle Verschiebung im Streaming-Markt die Aussichten. Seit dem 13. Januar ist HBO Max als eigenständiger Dienst in Deutschland verfügbar. Dieser Schritt verwässert den Wert der anstehenden Übernahme von Sky Deutschland durch RTL. Die Attraktivität von Sky basierte in der Vergangenheit stark auf der Exklusivität von HBO-Inhalten. Investoren wägen nun ab, wie stark diese Fragmentierung das Abonnentenwachstum des geplanten kombinierten Angebots aus RTL+ und Sky bremsen könnte.
Skepsis bei Analysten und Strategiewechsel
Die Expertenmeinungen spiegeln die aktuellen Unsicherheiten wider. Das Analysehaus Bernstein stuft das Papier aktuell als “Neutral” ein und sieht die Risiken der Sky-Integration im Kurs bereits fair abgebildet. Auch Barclays bleibt bei einer zurückhaltenden Bewertung mit einem Kursziel von 34 Euro. Hoffnungsträger für die Bewältigung dieser Herausforderungen ist der kommende CEO Clément Schwebig. Der ehemalige Warner-Bros.-Manager übernimmt im Mai das Ruder von Thomas Rabe und soll die Integration von Sky sowie die neuen Lizenz-Beziehungen zu seinem Ex-Arbeitgeber managen.
Sonderdividende als Kursstütze
Trotz des schwierigen Werbeumfelds und der Konkurrenzsituation hält sich die Aktie mit aktuell 36,00 Euro stabil. Der Grund liegt in der erwarteten Kapitalrückführung. Nach dem Verkauf von RTL Nederland an DPG Media sitzen die Kölner auf rund 1,1 Milliarden Euro Barmitteln.
- Erwartete Ausschüttung: Marktteilnehmer rechnen mit einer Sonderdividende von bis zu 5,00 Euro je Aktie.
- Zeitpunkt: Die Zahlung wird für Mai 2026 erwartet.
- Auswirkung: Diese massive Renditeerwartung zieht einen Boden in den Kursverlauf und sichert das Papier im Bereich von 34 Euro ab.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den März. Bei der Vorlage der Jahreszahlen muss RTL konkrete Details zur Höhe der Sonderdividende und zum finalen Abschlussdatum der Sky-Transaktion liefern. Bis dahin dürfte die Dividendenfantasie das Abwärtsrisiko begrenzen, während die strategischen Fragezeichen rund um Sky und die Werbemarktanteile größere Kurssprünge nach oben verhindern.
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