RTL Group Aktie: Migrations-Ziel in Reichweite
RTL Group schließt zwei zentrale Digitalisierungsprojekte ab, um Streaming-Geschäft 2026 profitabel zu machen. Der Aktienkurs erreicht ein neues Jahreshöchst.

- KI-Systeme senken Produktionskosten deutlich
- Migration auf Bedrock-Plattform bis Ende April
- Streaming-Verluste um 90 Millionen Euro gesunken
- EU-Entscheidung zu Sky-Deal steht bevor
April 2026 wird für RTL Group zum Prüfmonat. Zwei strukturelle Projekte, die das Unternehmen auf digitale Profitabilität trimmen sollen, stehen kurz vor dem Abschluss — und der Kurs markiert heute mit 38,85 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.
KI übernimmt die Regie
Der sogenannte „AI Director“ ist RTLs wichtigstes KI-Werkzeug für die Postproduktion. Das System analysiert Audio- und Videomaterial, transkribiert Inhalte und hilft beim Strukturieren von Erzählbögen. Seinen ersten großen Einsatz hat es jetzt: Die nächste Staffel von „Are You The One?“, gedreht in Thailand, läuft als Pilotproduktion im vollen Maßstab.
Parallel dazu sendete RTL zu Ostern 2026 erstmals vollständig KI-generierte Werbeblöcke — nach einem ersten Test an Weihnachten 2025. Das Ziel dahinter ist klar: niedrigere Produktionskosten, mehr Kapital für Streaming-Investitionen.
Bedrock-Migration: Deadline Ende April
Noch entscheidender für die Streaming-Strategie ist die Infrastruktur. RTL migriert RTL+ Deutschland auf die Bedrock-Technologieplattform, die bereits M6 in Frankreich, Videoland in den Niederlanden und RTL+ in Ungarn betreibt. Die Migration soll bis Ende April abgeschlossen sein.
Bedrock ist ein französisches Technologieunternehmen, das RTL Group gemeinsam mit Groupe M6 besitzt. Über 45 Millionen Nutzer greifen bereits auf die Plattform zu. Die Umstellung soll erhebliche Technologiekosten sparen und gilt als Voraussetzung dafür, dass das Streaming-Geschäft 2026 erstmals profitabel wird.
Zahlen zeigen die Richtung
Die Dringlichkeit dieser Projekte erklärt sich aus der Finanzlage. Das lineare TV-Werbegeschäft schrumpft — die Einnahmen fielen 2025 um sieben Prozent. Digital wächst dagegen kräftig: Die digitalen Werbeerlöse stiegen um 27,7 Prozent auf 517 Millionen Euro.
Beim Streaming läuft es ebenfalls besser. Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg um 19 Prozent auf 8,1 Millionen. Die Streaming-Verluste sanken um 90 Millionen Euro auf noch 47 Millionen Euro — im vierten Quartal 2025 näherte sich das Segment der Gewinnschwelle.
Für 2026 erwartet RTL Group ein bereinigtes EBITA von rund 725 Millionen Euro. Die Streaming-Erlöse sollen auf 600 bis 650 Millionen Euro steigen, eine Million neue Abonnenten kommen hinzu.
Sky-Deal als Zusatzfaktor
Ein weiterer Termin fällt ebenfalls in diesen Monat: Am 22. April 2026 läuft die Frist der EU-Kommission für ihre Voruntersuchung zur geplanten Übernahme von Sky Deutschland ab. RTL hatte Ende März Zusagen eingereicht. Das Ergebnis dieser Prüfung dürfte die Wachstumspläne des Konzerns maßgeblich beeinflussen — in die eine oder andere Richtung.
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