RTL Group Aktie: Startschuss in Brüssel
Die RTL Group strebt mit der Akquisition von Sky Deutschland die Schaffung eines Streaming-Giganten an. Die EU-Wettbewerbshüter haben die formelle Prüfung eingeleitet.

- EU-Wettbewerbsprüfung mit Frist im April 2026
- Ziel: Streaming-Gigant mit 11,5 Millionen Abonnenten
- Transaktion soll digitales Wachstum beschleunigen
- Finanzierung mit Basis- und erfolgsabhängiger Komponente
Die Übernahme von Sky Deutschland durch die RTL Group tritt in die heiße Phase. Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben die offizielle Prüfung eingeleitet. Für den Medienkonzern ist dieser Schritt von zentraler Bedeutung: Der Zusammenschluss soll das dringend benötigte Streaming-Wachstum sichern, während das klassische Werbegeschäft zunehmend unter Druck gerät.
Wettbewerbsprüfung läuft
Die formelle Anmeldung des Deals in Brüssel ist nun erfolgt. Laut Unternehmensangaben hat die EU-Kommission den 8. April 2026 als vorläufige Frist für ihre erste wettbewerbsrechtliche Bewertung festgelegt. Ziel der Transaktion ist es, das Unterhaltungsangebot von RTL mit den Sportrechten und dem Pay-TV-Geschäft von Sky zu verschmelzen.
Sollten die Behörden grünes Licht geben, entstünde ein Streaming-Gigant mit rund 11,5 Millionen zahlenden Abonnenten, der die Plattformen RTL+ und Sky WOW vereint. Die finanzielle Struktur der Übernahme sieht eine Basenzahlung von 150 Millionen Euro vor. Eine zusätzliche variable Komponente von bis zu 377 Millionen Euro wird nur fällig, wenn der Aktienkurs der RTL Group innerhalb von fünf Jahren nach Abschluss die Marke von 41 Euro übersteigt. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 36,75 Euro notiert das Papier derzeit noch unter dieser Schwelle.
Flucht nach vorn
Der strategische Schwenk hin zum Streaming wird durch die Schwäche im klassischen TV-Geschäft diktiert. Ende 2025 musste der Konzern seine bereinigte Gewinnprognose von ursprünglich rund 780 Millionen auf 650 Millionen Euro senken. Grund dafür war eine anhaltende Flaute auf den Werbemärkten in Deutschland und Frankreich, die sich in der zweiten Jahreshälfte nicht wie erhofft erholten.
Im Gegensatz dazu hat sich das Streaming-Segment als Wachstumsmotor erwiesen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 kletterten die Erlöse in diesem Bereich um 26,6 Prozent auf 351 Millionen Euro, getrieben durch steigende Nutzerzahlen und Preiserhöhungen. Die Integration von Sky Deutschland soll diesen digitalen Wandel beschleunigen und den Konzern unabhängiger von zyklischen Werbeeinnahmen machen.
Das Management der RTL Group hält unverändert an dem Ziel fest, die Transaktion in der ersten Jahreshälfte 2026 abzuschließen. Der Fokus der Regulierer liegt nun auf der Prüfung möglicher Auswirkungen auf die Medienvielfalt und den Markt für Sportübertragungsrechte.
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