RTL Group Aktie: Woche der Wahrheit

RTL Group stellt Details zum Stellenabbau vor, um Streaming-Geschäft zu stärken und die Integration von Sky Deutschland zu finanzieren. Der Aktienkurs verharrt in Erwartungshaltung.

Die Kernpunkte:
  • Ankündigung von 600 Stellenstreichungen bei RTL Deutschland
  • Streaming-Dienst RTL+ erreicht 7 Millionen Abonnenten
  • Übernahme von Sky Deutschland für 150 Millionen Euro geplant
  • Aktienkurs zeigt Unsicherheit vor Restrukturierungsdetails

Für die RTL Group bricht eine entscheidende Phase an. In der Kölner Zentrale warten Investoren und Belegschaft auf die konkreten Details zum Restrukturierungsprogramm „Shift 2026“, die morgen verkündet werden sollen. CEO Stephan Schmitter steht vor der Aufgabe, den Spagat zwischen hartem Stellenabbau und ambitionierten Wachstumszielen im Streaming-Geschäft zu erklären.

Details zum Stellenabbau erwartet

Die Stimmung ist angespannt. Während sich der Kurs zuletzt stabil zeigte, steigt intern der Druck. Am morgigen Mittwoch, den 7. Januar, wird das Management den Fahrplan für den Konzernumbau vorlegen. Im Kern geht es um die Streichung von rund 600 Stellen bei RTL Deutschland.

Anders als bei üblichen Unternehmens-Updates erfolgt die Kommunikation diesmal dezentral in speziellen Abteilungsversammlungen. Der strategische Hintergrund dieser harten Einschnitte ist eindeutig: Die Kostensenkungen sollen die nötigen Ressourcen freisetzen, um im hart umkämpften Streaming-Markt zu bestehen und die bevorstehende Integration von Sky Deutschland zu finanzieren. Für Anleger ist die Umsetzung dieser Maßnahmen der zentrale Indikator dafür, ob der Konzern seine Kostenstruktur in einem schrumpfenden linearen TV-Werbemarkt nachhaltig verbessern kann.

Lichtblick im Streaming-Geschäft

Trotz der Unruhe um den Stellenabbau liefert das operative Geschäft positive Signale. Zum Jahreswechsel meldete der Konzern für seinen Streaming-Dienst RTL+ das Überschreiten der Marke von 7 Millionen zahlenden Abonnenten. Seit 2019 ist die Nutzerbasis damit von damals 0,8 Millionen massiv gewachsen.

Diese Zahl ist für die Bewertung der Aktie essenziell, da sie die Validierung der Expansionsstrategie darstellt. CEO Schmitter bekräftigte zudem das Ziel, im Jahr 2026 die Gewinnschwelle im Streaming-Bereich zu erreichen. Die Einsparungen durch „Shift 2026“ sind direkt an die Sicherung dieses Profitabilitätsziels gekoppelt.

Integration und Marktlage

Parallel dazu läuft die Vorbereitung auf die Übernahme des Pay-TV-Geschäfts von Sky Deutschland. Der Deal mit einem Volumen von 150 Millionen Euro soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. RTL sichert sich damit zwar Premium-Sportrechte wie die Bundesliga und Formel 1, holt sich aber auch komplexe Integrationsrisiken ins Haus.

Die Aktie spiegelt diese Gemengelage wider. Mit einem Schlusskurs von 34,90 Euro verharrt das Papier in einer Warteposition. Marktbeobachter werten das aktuelle Niveau als Ausdruck der Unsicherheit bezüglich der Umsetzung des Sparprogramms.

Entscheidend für die kurzfristige Kursrichtung wird sein, ob das Management am Mittwoch glaubhaft vermitteln kann, dass die Effizienzgewinne durch den Stellenabbau und die Sky-Integration schnell greifen. Sollte die Präsentation überzeugen, könnte der Titel aus der aktuellen Seitwärtsbewegung ausbrechen; bei Enttäuschungen über das Tempo der Umsetzung dürften hingegen die Unterstützungsmarken um 34 Euro getestet werden.

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