RTL: Sky-Closing am 1. Juni erwartet
RTL Group schließt Sky-Deutschland-Übernahme im Juni ab, legt Quartalszahlen vor und bekommt mit Clément Schwebig einen neuen CEO.

- Sky-Deutschland-Übernahme abgeschlossen
- Quartalszahlen am 13. Mai erwartet
- Neuer CEO Clément Schwebig startet
- Streaming-Wachstum als strategischer Fokus
RTL Group steht vor einem der dichtesten Kalender seiner jüngeren Geschichte. Innerhalb weniger Wochen schließt die Sky-Deutschland-Übernahme, ein neuer CEO übernimmt das Steuer, und die ersten Quartalszahlen des Jahres zeigen, ob die Strategie aufgeht.
Sky Deutschland: Closing am 1. Juni
Die Europäische Kommission hat die Übernahme von Sky Deutschland freigegeben. Der Abschluss ist für den 1. Juni 2026 geplant. Stephan Schmitter führt das kombinierte Unternehmen als CEO — seine Ernennung erfolgte bereits vor dem offiziellen Closing.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei RTL?
Das neue Unternehmen bündelt Sky Deutschlands Sportrechte — Bundesliga, DFB-Pokal, Premier League und Formel 1 — mit RTLs Unterhaltungs- und Nachrichtenmarken. Zusammen sollen RTL+, Sky Deutschland und WOW rund 12,3 Millionen zahlende Abonnenten erreichen. RTL erwartet jährliche Synergien von 250 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren nach dem Closing. Die Integration kostet allerdings Arbeitsplätze: An den Standorten Köln und München sind Stellenabbau in erheblichem Umfang geplant.
Quartalsbericht am 13. Mai
Am 13. Mai legt RTL Group die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Das Management hat ambitionierte Jahresziele ausgegeben: Der Konzernumsatz soll auf 6,1 bis 6,2 Milliarden Euro steigen. Streaming-Erlöse sollen um rund 25 Prozent wachsen und erstmals einen Jahresgewinn erzielen. Das bereinigte EBITA soll auf rund 725 Millionen Euro klettern — ein Plus von etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das Streaming-Segment hat Ende 2025 die Marke von 8 Millionen zahlenden Abonnenten geknackt. Seit 2019 wächst die Zahl jährlich um 48 Prozent. Für 2026 peilt RTL eine weitere Million Abonnenten an.
Gegenwind im klassischen TV-Geschäft
Das Werbeumfeld bleibt schwierig. TV-Werbeumsätze sanken zuletzt um sieben Prozent. Digitale Werbung legte dagegen um knapp 28 Prozent auf 517 Millionen Euro zu — ein Puffer, aber kein vollständiger Ausgleich.
Auch Fremantle, RTLs Produktionsgeschäft, schwächelte. Der Umsatz fiel um 9,4 Prozent auf rund 2 Milliarden Euro, vor allem wegen schwacher Erlöse in den USA und Großbritannien. Die operative Marge erreichte allerdings den höchsten Stand seit 2013. Das Management hält am Margenziel von neun Prozent für 2026 fest.
Führungswechsel und neue Morgenshow
Parallel zur Sky-Integration steht ein Führungswechsel an. CEO Thomas Rabe tritt noch in diesem Jahr ab. Clément Schwebig, bislang bei Warner Bros. Discovery, übernimmt im Mai.
Schon sichtbar ist der Umbau im Programm: Seit dem 4. Mai ersetzt das neue Morgenmagazin „Deutschland am Morgen“ die bisherigen Sendeplätze „Punkt 6″, „Punkt 7″ und „Punkt 8″. Das Format läuft täglich von 6 bis 9 Uhr und entsteht gemeinsam mit ntv in einem automatisierten Studio — ein Teil des Sparprogramms, das 2026 rund 75 Millionen Euro einbringen und rund 600 Stellen kosten soll.
Das mittelfristige Ziel des Konzerns liegt bei einem bereinigten EBITA von einer Milliarde Euro — getragen von Streaming-Wachstum, Sky-Synergien und einer erhöhten Fremantle-Marge. Ob dieser Pfad hält, zeigt sich erstmals am 13. Mai.
RTL-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue RTL-Analyse vom 13. Mai liefert die Antwort:
Die neusten RTL-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für RTL-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
RTL: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...



