Rubios Machtwort, die 70.000-Dollar-Party und das Gift der Geopolitik

US-Inflationsdaten beflügeln Zinssenkungserwartungen und Bitcoin, während die Münchner Sicherheitskonferenz die Notwendigkeit von Rüstungsinvestitionen unterstreicht.

Die Kernpunkte:
  • Markt erwartet Fed-Zinssenkung im Juni
  • Bitcoin durchbricht 70.000-Dollar-Marke
  • Rheinmetall plant 30.000 neue Stellen
  • DAX nähert sich 25.000-Punkte-Marke

Liebe Leserinnen und Leser,

während die Börsen gestern Abend noch im Rausch der sinkenden Zinsen das Wochenende einläuteten, holt uns heute die geopolitische Realität ein. Es ist ein Wochenende der extremen Kontraste: Auf den Bildschirmen der Krypto-Trader herrscht Goldgräberstimmung, doch nur wenige hundert Kilometer südlich, im Bayerischen Hof, wird die Weltkarte neu vermessen.

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Zwischen der Hoffnung auf billiges Geld und der Sorge um die globale Sicherheit spannt sich der Bogen für die kommenden Tage. Lassen Sie uns die Lage sortieren.

1. Das Nachbeben der 2,4 Prozent

Die Zahl der Woche – 2,4 Prozent – hallt nach. Die US-Inflationsdaten vom Freitag waren mehr als nur eine statistische Randnotiz; sie waren der Befreiungsschlag, auf den die Terminmärkte gewartet haben. Mit der niedrigsten Teuerungsrate seit Mai 2025 ist das Szenario „Higher for Longer“ faktisch vom Tisch.

Die Konsequenz sehen wir in den Wahrscheinlichkeiten: Die Märkte preisen nun eine Chance von 83 Prozent für eine Zinssenkung der Fed im Juni ein. Das war der Treibstoff, der den DAX gestern zum Wochenschluss noch einmal anschob. Zwar verharrt der deutsche Leitindex mit 24.914 Punkten (+0,25 Prozent) knapp unter der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke, doch das Fundament für den Ausbruch ist gegossen. Die Angst vor der Inflation weicht der Vorfreude auf die Liquidität.

2. Rüstung: Die neue Normalität

Doch während die Zinsfront sich entspannt, verhärtet sich die geopolitische Lage. In München forderte US-Außenminister Marco Rubio heute zwar charmant die Liebe zu Mozart und Beethoven ein, machte aber im selben Atemzug unmissverständlich klar: Europa kann nicht bleiben, wie es ist.

Die Antwort der Industrie folgt prompt und wuchtig. Rheinmetall-Chef Armin Papperger kündigte eine massive Einstellungsoffensive an: 30.000 neue Jobs will der Konzern in den nächsten drei Jahren schaffen. Das ist mehr als eine Unternehmensmeldung; es ist der Beweis, dass die „Sicherheitsrendite“ die alte „Friedensdividende“ endgültig abgelöst hat. Aktien wie Rheinmetall, Renk und Hensoldt bleiben in diesem Umfeld keine taktischen Wetten, sondern strategische Notwendigkeiten.

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Überschattet wird die Sicherheitskonferenz von einer düsteren Gewissheit: Alexej Nawalny wurde mit Epibatidin ermordet – einem hochgiftigen Toxin südamerikanischer Pfeilgiftfrösche. Die Bestätigung durch britische und europäische Stellen liefert den forensischen Beweis für das, was viele ahnten. Ein chemischer Fingerabdruck, der nach Moskau weist und die Rufe nach europäischer Autonomie noch lauter werden lässt.

3. Bitcoin sprengt die Fesseln

Wer dachte, die Märkte ruhen am Samstag, irrt gewaltig. Der Krypto-Sektor feiert seine eigene Party. Bitcoin hat heute die Marke von 70.000 US-Dollar durchbrochen und notierte zuletzt bei rund 70.300 Dollar.

Der Treibstoff ist direkt mit den gestrigen Inflationsdaten verknüpft. Die simple Gleichung der Anleger: Sinkende Inflation bedeutet sinkende Zinsen, was wiederum die Opportunitätskosten für zinslose Assets wie Bitcoin senkt. Nach dem kurzen Rutsch unter 61.000 Dollar sehen wir eine klassische V-Erholung. Analysten rufen bereits Kursziele von 74.000 Dollar aus. Die Volatilität bleibt hoch, doch das Momentum liegt eindeutig auf der Seite der Bullen.

4. Frankfurt intern: Der Blick ins Detail

Abseits der großen Makro-Bühne lohnt der Blick auf die Einzelwerte, die das Wochenende beschäftigen:

  • Delivery Hero bleibt das Sorgenkind im MDAX. Die Tochter Talabat enttäuschte mit ihrem Ausblick, was die Aktie im Wochenverlauf schwer belastete. Investoren verlieren die Geduld: Das Versprechen von „Wachstum um jeden Preis“ zieht nicht mehr, wenn die Profitabilität auf sich warten lässt.
  • Siemens verlor am Freitag optisch 2,3 Prozent, doch hier gilt: Ruhe bewahren. Der Abschlag ist primär der Dividendenbereinigung geschuldet – ein technischer Effekt, kein fundamentaler Riss in der Erfolgsstory, über die wir gestern berichteten.
  • Bayer sendet hingegen vorsichtige Lebenszeichen. Getrieben von Hoffnungen auf die Pipeline rund um den Wirkstoff Asundexian arbeitet die Aktie an einem Boden. Ein Wochenschluss oberhalb wichtiger Chartmarken macht zumindest Hoffnung auf eine Stabilisierung.

Was bleibt?

Wir gehen mit einem gespaltenen Befund in den Sonntag: Ökonomisch stehen die Zeichen auf Entspannung (Soft Landing), geopolitisch auf Sturm. Für Ihr Depot bedeutet das: Die Mischung aus Zinsfantasie (Tech, Krypto) und Sicherheitsbedürfnis (Rüstung) dürfte auch in der kommenden Woche das bestimmende Narrativ bleiben.

Die 25.000 Punkte im DAX sind greifbar nah. Die Argumente für den Durchbruch liegen seit gestern auf dem Tisch – jetzt müssen die Anleger nur noch zugreifen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Rest des Wochenendes und einen klaren Kopf für die Entscheidungen der kommenden Woche.

Herzlichst,

Ihr
Felix Baarz

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