RWE: 3 Gigawatt in Kraftwerk-Ausschreibung

RWE-Chef Krebber kritisiert geplante Preisobergrenzen im neuen Kraftwerksgesetz. Die Aktie profitiert von der politischen Debatte.

Die Kernpunkte:
  • Kritik an Preisdeckeln und Auflagen
  • RWE plant 3 Gigawatt neue Kapazität
  • Aktie steigt auf 57,86 Euro
  • Entscheidung vor der Sommerpause

RWE steht vor einer entscheidenden Woche im Bundestag. Während der DAX Rekorde feiert, kämpft der Essener Energiekonzern um die Bedingungen für neue Gaskraftwerke. Konzernchef Markus Krebber übt deutliche Kritik an den aktuellen Gesetzesplänen der Regierung.

Streit um das Kraftwerksgesetz

In Berlin entscheidet sich ab Montag die Zukunft der deutschen Kraftwerksstrategie. Das neue Kraftwerkssicherheitsgesetz soll den Bau von 12 Gigawatt steuerbarer Leistung regeln. RWE plant, sich mit rund 3 Gigawatt an diesen Ausschreibungen zu beteiligen.

Allerdings warnt Krebber vor den Details im Entwurf. Er kritisiert geplante Preisobergrenzen und strenge technische Auflagen. Diese könnten den wirtschaftlichen Ausbau der wasserstofffähigen Anlagen bremsen. Parallel dazu fürchtet der Vorstand Wettbewerbsverzerrungen durch mögliche Bieterobergrenzen.

Die Koalition aus CDU/CSU und SPD erzielte derweil einen Durchbruch bei der Förderung von Reservekraftwerken. Davon dürften vor allem kleinere Betreiber und die Batteriespeicher-Branche profitieren.

Aktie im Aufwind

An der Börse kam die politische Debatte zuletzt gut an. Die RWE-Aktie stieg am Freitag um 1,72 Prozent auf 57,86 Euro. Damit baute das Papier sein Plus seit Jahresbeginn auf 23,5 Prozent aus.

Der Kurs stabilisiert sich über wichtigen Durchschnittslinien. Der Abstand zum 200-Tage-Schnitt liegt aktuell bei 13,6 Prozent. Hält der positive Trend an, rückt das bisherige Jahreshoch von 62 Euro näher.

Entscheidung vor der Sommerpause

Die finale Abstimmung im Bundestag findet in der kommenden Woche statt. Es ist die letzte Sitzungswoche vor der Sommerpause. Investoren achten besonders darauf, ob die Politik bei den Preisdeckeln noch nachbessert.

Höhere Flexibilität würde die Investitionssicherheit für RWE massiv stärken. Marktbeobachter verweisen auf den anhaltenden Erfolg der Erneuerbaren, die im ersten Halbjahr bereits 58 Prozent des Stromverbrauchs deckten. Die Auktionen für die neuen Kapazitäten sollen planmäßig im September 2026 starten.

Anzeige

Rwe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rwe-Analyse vom 4. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Rwe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rwe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rwe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rwe