RWE Aktie: Amprion liefert
Die RWE-Beteiligung Amprion erhöht 2026 ihre Netzinvestitionen deutlich und steigert das Ergebnis stark. Dies fließt voll in den RWE-Konzerngewinn ein und unterstützt die ehrgeizigen Wachstumsziele des Energiekonzerns.

- Amprion steigert Netzinvestitionen auf 7,3 Milliarden Euro
- Bereinigtes Konzernergebnis legt um 72 Prozent zu
- RWE konsolidiert 25,1-Prozent-Beteiligung vollständig
- Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro läuft
Der stille Gewinnbringer im RWE-Konzern läuft auf Hochtouren. Amprion, an dem RWE über ein Joint Venture mit Apollo Global Management 25,1 Prozent hält, schraubt seine Netzinvestitionen 2026 auf 7,3 Milliarden Euro hoch — nach 5,4 Milliarden im Vorjahr. Was Amprion verdient, schlägt direkt bei RWE durch, denn die Beteiligung wird vollständig konsolidiert.
Amprions Zahlen sprechen für sich
Die jüngsten Jahreszahlen des Dortmunder Übertragungsnetzbetreibers zeigen, wie bedeutsam dieser Kanal für RWE ist. Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 6,1 Milliarden Euro, das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern legte um rund 72 Prozent auf 672 Millionen Euro zu. Rund die Hälfte davon fließt an die Anteilseigner zurück.
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Der strukturelle Rückenwind bleibt intakt. Im ersten Quartal 2026 deckten Wind- und Solarenergie bereits 53 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ab — fast sechs Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Mehr Ökostrom bedeutet höhere Transportvolumina im Hochspannungsnetz und damit steigende Erträge für Amprion. Sobald die neuen Stromtrassen Ultranet (Ende 2026) und A-Nord (ab 2027) in Betrieb gehen, sollen die jährlichen Netzengpasskosten um rund 700 Millionen Euro sinken — was RWEs Risikoprofil aus Abregelungen spürbar verbessern dürfte.
Wachstumsstrategie mit konkreten Zielen
RWE selbst plant für 2026 ein bereinigtes EBITDA zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro. CEO Markus Krebber hat das Ziel ausgegeben, das bereinigte Ergebnis je Aktie von derzeit 2,48 Euro bis 2031 auf 4,40 Euro zu steigern — ein jährliches Wachstum von zwölf Prozent, unterlegt durch Nettoinvestitionen von 35 Milliarden Euro bis 2031.
Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,5 Milliarden Euro weiter. Allein in der Woche vom 30. März bis 2. April erwarb RWE 289.725 eigene Aktien über Xetra.
Das Analystenbild ist gespalten. JPMorgan führt RWE auf ihrer „Analyst Focus List“ und verweist auf strukturell steigende Gas- und Strompreise. Bernstein Research hingegen bleibt bei „Market-Perform“ mit einem Kursziel von 57 Euro — knapp unter dem aktuellen Niveau, auf dem die Aktie zuletzt ein neues 52-Wochen-Hoch markierte.
Am 13. Mai präsentiert RWE auf der Investoren- und Analystenkonferenz die Zahlen zum ersten Quartal 2026. Dann wird sich zeigen, ob das Kursplus von rund 25 Prozent seit Jahresbeginn durch entsprechende operative Fortschritte gedeckt ist.
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