RWE Aktie: Analysten im Zwiespalt

Nach einem starken Kursanstieg auf ein neues Hoch zeigt die RWE-Aktie Schwäche. Analysten bewerten die Perspektiven zwischen geopolitischen Chancen und ambitionierten Ausbauzielen sehr unterschiedlich.

Die Kernpunkte:
  • Breites Spektrum an Analystenbewertungen
  • Gaspreisanstieg als wichtiger Treiber
  • Hohe Absicherung gegen Marktschwankungen
  • Dividendenanhebung auf Hauptversammlung

Nach einem rasanten Lauf auf ein frisches Zehnjahreshoch genehmigen sich Anleger bei dem Energieversorger eine Verschnaufpause. Während der Kurs pünktlich zum Wochenende spürbar nachgab, scheiden sich unter Experten nun die Geister über das weitere Potenzial. Das Spannungsfeld zwischen geopolitischen Treibern und ambitionierten Ausbauzielen sorgt für hitzige Debatten am Markt.

Drei Häuser, drei Meinungen

Aktuell zeigt sich bei den Einschätzungen ein ungewöhnlich breites Spektrum. Die jüngsten Analystenstudien offenbaren, wie unterschiedlich die Experten die Marktlage nach der jüngsten Rally bewerten:

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  • DZ Bank: Hebt das Kursziel von 63 auf 65 Euro an („Kaufen“) und sieht bis 2030 keine Gefahr durch chinesische Windkraft-Konkurrenz.
  • Barclays: Belässt die Einstufung auf „Overweight“, da der Konzern eine starke Hebelwirkung bei steigenden Strompreisen aufweise.
  • Bernstein Research: Bremst die Euphorie mit einem „Market-Perform“-Rating und einem Ziel von 55 Euro, obwohl die Unternehmensstrategie als realisierbar gilt.

Gaspreise und Absicherungen

Ein wesentlicher Treiber für die optimistischen Stimmen sind die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Diese trieben die Gaspreise am Terminmarkt zuletzt auf rund 63 Euro pro Megawattstunde. Eine Entwicklung, die dem Konzern in die Karten spielt. Der Versorger profitiert hierbei von höheren Preisen, ist aber gleichzeitig kaum von Flüssiggaslieferungen aus der Krisenregion abhängig.

Um sich gegen plötzliche Marktschwankungen zu wappnen, hat das Management bereits vorgesorgt. Rund 80 Prozent der erwarteten Stromproduktion für das laufende Jahr sind preislich fixiert. Mit einer Kapitalrendite (ROIC) von acht Prozent lässt das Unternehmen zudem viele Konkurrenten hinter sich. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro stützt das Papier zusätzlich.

Diese fundamentale Stärke spiegelte sich lange im Chart wider. Erst am vergangenen Dienstag markierte der Titel bei 58,52 Euro ein neues Hoch. Zum Wochenausklang setzte dann jedoch ein deutlicher Rücksetzer ein, der den Kurs mit einem Minus von knapp fünf Prozent auf 54,96 Euro drückte. Solche Gewinnmitnahmen sind nach einem Anstieg von über 17 Prozent seit Jahresbeginn eine zu erwartende Marktreaktion.

Frische Impulse in Sicht

Politische Rückenwinde wie geplante Subventionen für Industriestrom und sinkende Netzentgelte sorgen für zusätzliche Planungssicherheit. Die nächste Richtungsentscheidung für den Kurs fällt am 30. April. Dann präsentiert das Management nicht nur die Zahlen für das abgelaufene Quartal, sondern lässt auf der Hauptversammlung auch über die geplante Dividendenanhebung auf 1,32 Euro je Aktie abstimmen.

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