RWE Aktie: Bernstein stuft ab
Die Investmentbank Bernstein stuft RWE nach starkem Kursanstieg von Kaufen auf Neutral zurück, während andere Analysten optimistisch bleiben. Zudem sicherte sich der Konzern neue Energieprojekte in Großbritannien und den VAE.

- Bernstein senkt Rating von Kaufen auf Neutral
- Kursziel wird von 50 auf 55 Euro angehoben
- RWE sichert 290 MW an Solar- und Windkraft
- Partnerschaften mit ADNOC und Masdar vereinbart
RWE bewegt sich zwischen strategischen Erfolgen und verhaltener Analysteneinschätzung. Die Investmentbank Bernstein hat heute ihr Rating für die Aktie des Energiekonzerns von Kaufen auf Neutral gesenkt – trotz Anhebung des Kursziels von 50 auf 55 Euro. Die Abstufung erfolgt nach einem deutlichen Kursanstieg: Seit Jahresbeginn legte die Aktie bereits rund 15 Prozent zu.
Geteilte Meinungen unter Analysten
Während Bernstein nach dem jüngsten Kursanstieg das Chance-Risiko-Verhältnis als weniger attraktiv einschätzt, bleiben andere Häuser optimistisch. Jefferies bekräftigte am 10. Februar seine Kaufempfehlung, ebenso JP Morgan und die DZ Bank. Der Konsens von 19 Analysten liegt weiterhin bei „Kaufen“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 55,26 Euro.
Britische Auktion und milliardenschwere Partnerschaften
Am 10. Februar sicherte sich RWE bei der britischen Renewable-Power-Auktion Verträge für 290 Megawatt an Solar- und Onshore-Windkapazität. Bedeutsamer sind jedoch zwei Memoranda of Understanding mit Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten:
LNG-Kooperation mit ADNOC:
– Mögliche Lieferungen von bis zu 1 Million Tonnen LNG pro Jahr
– Laufzeit von bis zu 10 Jahren
– Entspricht bis zu 1,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich
Batteriespeicher-Partnerschaft mit Masdar:
– Investitionsprüfung in bestehende RWE-Projekte mit bis zu 1 GW bis 2030
– Gemeinsame Entwicklung neuer Projekte mit bis zu 1 GW bis 2035
– Fokus auf Netzstabilität in Deutschland
Besonders die Zusammenarbeit mit Masdar ergänzt die bereits im Januar gewonnenen Zuschläge für die Dogger Bank South Offshore-Windprojekte mit einem Investitionsvolumen von 11 Milliarden Pfund.
Regulatorische Unsicherheit belastet Sektor
Am 12. Februar gerieten europäische Versorger unter Druck. Berichte über mögliche Änderungen im EU-Emissionshandelssystem belasteten den Sektor. Als einer der größten europäischen Stromerzeuger ist RWE von solchen regulatorischen Eingriffen direkt betroffen.
Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm planmäßig: In der ersten Februarwoche erwarb RWE 389.257 eigene Aktien zu Durchschnittspreisen zwischen 52,40 und 54,34 Euro. Seit Dezember 2025 wurden insgesamt 3,7 Millionen Aktien zurückgekauft.
Am 12. März folgt der Jahresbericht 2025, am 30. April die Hauptversammlung. Die Dividendenzahlung ist für den 6. Mai terminiert.
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