RWE Aktie: Britischer Coup
RWE gewinnt 6,9 Gigawatt Offshore-Windkraft in Großbritannien, verkauft schwedische Aktivitäten und treibt Schlüsselprojekte wie den dänischen Thor-Park voran.

- Rekordzuschlag für 6,9 GW Offshore-Wind in UK
- Partnerschaft mit KKR für Norfolk-Vanguard-Projekte
- Verkauf der schwedischen Windsparte an Aneo
- Thor-Windpark erhält 30-Jahres-Produktionslizenz
RWE hat sich im Januar 2026 in Großbritannien den größten Zuschlag der Unternehmensgeschichte gesichert: 6,9 Gigawatt Offshore-Windkapazität. Parallel dazu trennt sich der Konzern von seinen schwedischen Windaktivitäten und meldet entscheidende Fortschritte bei Großprojekten. Die strategische Neuausrichtung nimmt konkrete Formen an.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
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- 6,9 GW Offshore-Wind in britischer Auktion AR7 gewonnen – Rekorderfolg für RWE
- KKR steigt mit 50 Prozent bei Norfolk-Vanguard-Projekten ein (3,1 GW)
- Thor-Windpark erhält 30-Jahres-Produktionslizenz, Inbetriebnahme 2027
- Verkauf der schwedischen Windaktivitäten (2 GW Pipeline) an Aneo vereinbart
- Aktienrückkaufprogramm läuft weiter: 2,96 Millionen Aktien seit Dezember zurückgekauft
Norfolk Vanguard mit strategischem Partner
Der Essener Energiekonzern sicherte sich am 14. Januar 2026 Förderzusagen für vier Großprojekte in britischen Gewässern. Das Herzstück bilden die Norfolk-Vanguard-Windparks East und West mit kombiniert 3,1 Gigawatt Leistung, die 50 bis 80 Kilometer vor der Küste von Norfolk entstehen sollen.
Für diese Vorhaben hat RWE eine Finanzierungspartnerschaft mit dem US-Investor KKR geschlossen. KKR übernimmt jeweils die Hälfte beider Projekte. Der Abschluss der Transaktion ist für Sommer 2026 geplant. Weitere erfolgreiche Gebote umfassen zwei Dogger-Bank-South-Projekte in der Nordsee sowie den 0,8-Gigawatt-Park Awel y Môr vor der walisischen Küste.
Dänisches Flaggschiff kurz vor Fertigstellung
Die dänische Energiebehörde erteilte dem Thor-Windpark am 26. Januar eine 30-jährige Stromproduktionslizenz. Mit über einem Gigawatt installierter Leistung wird die Anlage nach Inbetriebnahme 2027 Dänemarks größter Offshore-Windpark sein und rund eine Million Haushalte versorgen können.
Die Bauarbeiten verlaufen nach Plan. Offshore-Umspannstation und alle 72 Turbinenfundamente sind installiert. Ab Frühjahr 2026 beginnt die Montage der Windturbinen vom Hafen Esbjerg aus. RWE hält 51 Prozent an dem Projekt, die norwegische Norges Bank Investment Management die verbleibenden 49 Prozent.
Schweden-Rückzug strategisch begründet
Am 23. Januar unterzeichnete RWE mit dem nordischen Energiekonzern Aneo den Verkauf seiner schwedischen Windaktivitäten. Das Paket umfasst eine Onshore-Entwicklungspipeline von 1,8 Gigawatt, operative Onshore-Parks mit 124 Megawatt sowie den 48-Megawatt-Offshore-Windpark Karehamn. Auch Teile des Servicegeschäfts für Drittanbieter wechseln den Besitzer.
Der Konzern begründet den Schritt mit der Fokussierung auf Märkte mit höherem Skalierungspotenzial. Der Transaktionsabschluss wird für das erste Quartal 2026 erwartet.
Krebber mahnt nationale Energiestrategie an
Auf dem Handelsblatt-Energiegipfel am 28. Januar betonte RWE-Chef Markus Krebber den Beginn einer „neuen Ära“ im Energiesektor. Geopolitische Verschiebungen zwängen Regierungen dazu, langfristige Versorgungssicherheit über kurzfristige Kostenoptimierung zu stellen. Er forderte eine nationale Energieversorgungsstrategie, die neue Abhängigkeiten vermeide.
Am 12. März 2026 legt RWE den Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2025 vor. Die Hauptversammlung folgt am 30. April, die Dividendenzahlung am 6. Mai.
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