RWE Aktie: Der Strom-Hunger eskaliert!

Barclays sieht RWE als Profiteur des steigenden Energiebedarfs durch Rechenzentren und hebt das Kursziel auf 66 Euro. Das Unternehmen treibt Investitionen in Gaskraftwerke voran.

Die Kernpunkte:
  • Barclays erhöht Kursziel auf 66 Euro
  • Stark steigender Strombedarf durch Rechenzentren
  • Aktives Aktienrückkaufprogramm läuft
  • Erhöhte Dividende für Aktionäre beschlossen

Künstliche Intelligenz braucht Rechenleistung. Rechenleistung braucht Strom — und zwar in enormen Mengen. Genau hier positioniert sich RWE als zentraler Profiteur. Die britische Investmentbank Barclays sieht in diesem strukturellen Wandel massives Potenzial und hebt das Kursziel deutlich an.

Struktureller Wandel treibt Fantasie

Barclays-Analysten schrauben ihre Erwartungen nach oben. Das neue Kursziel liegt bei 66 Euro, die Einstufung bleibt auf „Overweight“. Als Hauptgrund nennt die Bank die anstehende deutsche Kraftwerksstrategie. RWE plant gezielte Investitionen in wasserstofffähige Gaskraftwerke und positioniert sich frühzeitig für den wachsenden Energiebedarf.

Der eigentliche Treiber sitzt tiefer. Der Boom bei Rechenzentren verändert die Nachfragestruktur massiv. Allein in der Rhein-Main-Region schlucken diese Anlagen mittlerweile ein Fünftel des gesamten Stromverbrauchs. Ein geplantes Großprojekt im hessischen Groß-Gerau erfordert 160 Megawatt. Das entspricht dem Bedarf von rund 400.000 Haushalten.

Rückkäufe stützen den Kurs

Parallel dazu stützt das Management den Kurs aktiv. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro läuft auf Hochtouren. Allein in der ersten Aprilhälfte sammelte der Konzern weitere hunderttausende Papiere ein. Die aktuelle Tranche läuft noch bis Juni 2026.

Am Markt zeigt die Strategie Wirkung. Auf Jahressicht steht ein sattes Plus von 24 Prozent auf der Anzeigetafel, der gestrige Schlusskurs lag bei 58,10 Euro. Damit notiert der Titel nur hauchdünn unter seinem kürzlich markierten Mehrjahreshoch.

Ein technisches Detail fällt dabei auf. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von knapp 19 eine stark überverkaufte kurzfristige Situation. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt indes intakt, der Kurs pendelt komfortabel über der 50-Tage-Linie.

Dividende und Quartalszahlen im Fokus

Ende April versammeln sich die Aktionäre zur Hauptversammlung. Auf der Agenda steht eine erhöhte Dividende von 1,20 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr. Für 2026 stellt der Vorstand bereits 1,32 Euro in Aussicht.

Fundamental rechnet das Management mit weiterem Wachstum. Das bereinigte operative Ergebnis soll im kommenden Jahr auf bis zu 6,8 Milliarden Euro klettern. Den nächsten fundamentalen Realitätscheck liefert der 13. Mai. An diesem Tag präsentiert RWE die Zahlen für das erste Quartal.

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