RWE Aktie: Kritische Woche

Der Energiekonzern RWE steht vor einer wichtigen Woche mit Jahreszahlen, während das Bundeskartellamt Marktmacht attestiert und ein Offshore-Projekt in Großbritannien voranschreitet.

Die Kernpunkte:
  • Bundeskartellamt bescheinigt RWE dominante Marktposition
  • Milliardenschweres Offshore-Projekt mit Partner KKR in Großbritannien
  • Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Milliarden Euro läuft
  • Jahreszahlen am 12. März als wichtiger Gradmesser

Der Essener Energiekonzern RWE steht vor einer wegweisenden Woche. Am 12. März folgen die Jahreszahlen – während das Bundeskartellamt im Heimatmarkt Druck aufbaut und gleichzeitig ein milliardenschweres Offshore-Projekt in Großbritannien die internationale Ausrichtung unterstreicht. Wie passt die grüne Expansionsstrategie zu einem verschärften regulatorischen Umfeld?

Bundeskartellamt attestiert Marktmacht

Das Bundeskartellamt hat RWE im aktuellen Marktmachtbericht eine dominante Position bescheinigt. Der Grund: Durch den Wegfall alter Kohlekraftwerke ist der Konzern in sogenannten „pivotalen Stunden“ unverzichtbar für die Stromversorgung geworden. Der Pivotal-Anteil lag laut Bericht zwischen 4,3 und 11,1 Prozent – deutlich über der kritischen Schwelle von fünf Prozent der Jahresstunden.

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Die regulatorische Einstufung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. RWE treibt zeitgleich seine „Growing Green“-Strategie voran: Bis 2028 sollen rund 75 Prozent des EBITDA aus Wind- und Solarenergie stammen. Der Investitionsplan für 2025 bis 2030 umfasst etwa 35 Milliarden Euro – allerdings zehn Milliarden weniger als ursprünglich vorgesehen.

Offshore-Großprojekt mit KKR als Partner

International setzt RWE auf kapitalleichte Partnerschaften. In Großbritannien hat der Konzern in der Allocation Round 7 einen Contract for Difference für das Norfolk-Vanguard-Projekt gesichert – mit einem garantierten Preis von 91,20 GBP je Megawattstunde. Die Investmentgesellschaft KKR hält 50 Prozent an dem Vorhaben, was die Bilanzbelastung für RWE reduziert.

Die finale Investitionsentscheidung soll im Sommer 2026 fallen, die Inbetriebnahme ist für 2029 geplant. Eine Non-Recourse-Projektfinanzierung läuft bereits, der Abschluss wird noch in diesem Jahr erwartet.

Aktienrückkäufe laufen weiter

Parallel dazu setzt RWE das im November 2024 angekündigte Rückkaufprogramm im Volumen von 1,5 Milliarden Euro fort. Im März 2026 erwarb ein Treuhänder für mehrere britische RWE-Tochtergesellschaften 1.321 Aktien über die Frankfurter Börse zu einem Gesamtpreis von rund 63.389 Pfund.

Für die Hauptversammlung steht eine Dividende von 1,20 Euro je Aktie im Raum. RWE zahlt seit acht Jahren eine Dividende ohne Kürzung.

Die Jahreszahlen als Gradmesser

Am 12. März zeigt sich, ob das operative Geschäft die Doppelstrategie aus internationaler Expansion und heimischem Regulierungsdruck trägt. Die Aktie hat seit Jahresbeginn um 12,23 Prozent zugelegt und notiert bei 52,58 Euro – nahe dem 52-Wochen-Hoch von 54,82 Euro. Ob RWE die ambitionierten Ziele mit dem reduzierten Investitionsrahmen umsetzen kann, wird die Bilanzvorlage zeigen.

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