RWE Aktie: Milliarden für den Neustart

RWE übertrifft Erwartungen trotz sinkender Jahresgewinne und kündigt ein 35-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm an, das den Fokus auf den US-Markt legt.

Die Kernpunkte:
  • Bereinigtes EBITDA 2025 übertrifft Markterwartungen
  • 35-Milliarden-Investitionsplan bis 2031 vorgestellt
  • USA erhalten fast die Hälfte der Investitionssumme
  • Dividende für 2025 erhöht, weitere Steigerung geplant

RWE hat heute die Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und die erzählen eine Geschichte voller Gegensätze. Der Gewinn fiel, die Erwartungen wurden dennoch übertroffen, und gleichzeitig verkündete Konzernchef Markus Krebber ein ambitioniertes Investitionsprogramm, das den Konzern bis 2031 grundlegend verändern soll.

Das bereinigte EBITDA sank 2025 auf rund 5,09 Milliarden Euro, nach 5,68 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Auch der bereinigte Nettogewinn ging auf 1,8 Milliarden Euro zurück – verglichen mit 2,32 Milliarden Euro in 2024. Immerhin: Der Wert landete am oberen Ende der eigenen Zielspanne und übertraf die Markterwartungen von 4,87 Milliarden Euro beim EBITDA spürbar. Ein schwächeres Jahr also, aber kein Desaster.

USA rückt ins Zentrum der Strategie

Was Anleger aufhorchen lassen dürfte: Bis 2031 will RWE insgesamt 35 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Kapazitäten stecken. Davon fließen allein 17 Milliarden Euro – umgerechnet rund 20 Milliarden Dollar – in den amerikanischen Markt. Das entspricht fast der Hälfte des gesamten Investitionsvolumens. Die installierte Kapazität in den USA soll dabei von heute 13 auf 22 Gigawatt wachsen.

Neben erneuerbaren Energien setzt RWE in den Vereinigten Staaten künftig verstärkt auf flexible Gaskraftwerke für die Spitzenlastversorgung. Das ist eine strategische Weichenstellung, die zeigt: Krebber baut auf den wachsenden Strombedarf in den USA – und will dort als verlässlicher Lieferant positioniert sein, wenn die Nachfrage anzieht.

Der Ausblick stimmt optimistisch

Für 2026 rechnet RWE mit einem bereinigten EBITDA zwischen 5,2 und 5,8 Milliarden Euro sowie einem bereinigten Nettogewinn von 1,55 bis 2,05 Milliarden Euro. Der Rückenwind soll dabei vor allem aus neu in Betrieb genommenen Wind- und Solarparks sowie Batteriespeicherprojekten kommen.

Noch deutlicher fällt der Sprung für 2027 aus: Das EBITDA soll dann auf 6,2 bis 6,8 Milliarden Euro steigen, der Nettogewinn auf 1,9 bis 2,4 Milliarden Euro. Krebber hat sich zudem das Ziel gesetzt, den bereinigten Gewinn je Aktie bis 2031 auf 4,40 Euro zu steigern – fast eine Verdoppelung gegenüber den 2,48 Euro aus 2025. Ob dieser Pfad gelingt, hängt wesentlich davon ab, wie reibungslos der Kapazitätsausbau läuft.

Die Dividende für 2025 liegt bei 1,20 Euro je Aktie – zehn Cent mehr als im Vorjahr. Für 2026 ist eine weitere Erhöhung auf 1,32 Euro geplant, was einem Plus von rund zehn Prozent entspricht. Die Aktie reagierte heute zunächst verhalten, notierte auf Tradegate leicht im Plus.

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