RWE Aktie: Ultimatum an Berlin

RWE fordert bis März 2026 Ausschreibungen für Gaskraftwerke, um den Kohleausstieg zu sichern, und prognostiziert gleichzeitig sinkende Energiepreise.

Die Kernpunkte:
  • Frist für Gaskraftwerks-Ausschreibungen bis März 2026
  • Prognose für sinkende Strom- und Gaspreise
  • US-Offshore-Windprojekte durch Trump gestoppt
  • Aktie notiert über 200-Tage-Durchschnitt

RWE-Chef Markus Krebber erhöht den Druck auf die Bundesregierung. Bis März müssen die Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke stehen – sonst sei der Kohleausstieg 2030 nicht zu halten. Zeitgleich stellt er Verbrauchern sinkende Energiepreise in Aussicht. Die Aktie reagierte am Montag mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 47,24 Euro.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • RWE fordert Ausschreibungen für H2-ready-Gaskraftwerke bis spätestens März 2026
  • Konzern prognostiziert sinkende Strom- und Gaspreise für 2026
  • Geringere Netzentgelte und höheres LNG-Angebot sollen Markt entspannen
  • Unsicherheit in den USA durch Trump-Administration belastet Offshore-Windbranche

Kohleausstieg an Deadline geknüpft

Der Essener Energiekonzern macht Ernst: Ohne rechtzeitige Ausschreibungen für moderne Gaskraftwerke sieht RWE den politisch gewollten Kohleausstieg in Gefahr. Die sogenannten “H2-ready”-Anlagen gelten als unverzichtbare Backup-Kapazität für die schwankende Einspeisung aus Wind und Sonne. Krebber zwingt das Bundeswirtschaftsministerium damit zu einer schnellen Entscheidung.

Parallel dazu liefert der Vorstandschef eine positive Botschaft für Verbraucher und Industrie: Niedrigere Netzentgelte und das wachsende LNG-Angebot dürften die Energiepreise 2026 spürbar senken. Die Gasversorgung bewertet RWE trotz des jüngsten Wintereinbruchs als gesichert.

US-Gegenwind für Offshore-Wind

Während RWE in Deutschland operativ vorankommt, trüben sich die Aussichten für den wichtigen US-Markt ein. Die Trump-Administration hat Offshore-Windprojekte per “Stop-Work-Order” gestoppt. Mehrere Entwickler klagen bereits gegen den Baustopp vom 22. Dezember 2025. Auch wenn RWE nicht explizit als Kläger genannt wird, stellt sich die Frage, wie der Konzern auf die veränderte Regulierung in Nordamerika reagieren wird.

Die Branche diskutiert bereits, ob europäische Windkraftentwickler ihr US-Engagement überdenken müssen. Für RWE könnte dies mittelfristig Anpassungen bei den Investitionsplänen bedeuten.

Entscheidende Wochen voraus

Die nächsten Monate werden zeigen, ob Berlin auf RWEs Forderung eingeht. Scheitert der Zeitplan für die Gaskraftwerks-Ausschreibungen, gerät die gesamte Kohleausstiegsstrategie ins Wanken. In den USA bleibt abzuwarten, wie sich der regulatorische Druck auf die RWE-Investments auswirkt. Die Aktie notiert aktuell deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 38,07 Euro und zeigt damit relative Stärke im Sektor.

Rwe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rwe-Analyse vom 7. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Rwe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rwe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rwe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...