RWE und E.ON: Anstehende Zahlungen kein Problem

Mitte des Jahres müssen die deutschen Versorger eine milliardenschwere Rechnung begleichen. Denn im Juli stehen die Einzahlungen in den neu geschaffenen Atomfonds an. Dieser war Bestandteil eines Deals im vergangenen Jahr, mit dem sich die Versorger von der Kostenübernahme für Zwischen- und Endlagerung von Atommüll freikaufen konnten.

Insgesamt sollen die vier Versorger E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall rund 23,6 Milliarden Euro in den staatlich organisierten Atomfonds einzahlen. Mit diesem Geld soll dann von Startseite aus die entsprechende Entsorgung von Atommüll gewährleistet werden. Dabei haben die Unternehmen die Möglichkeit, ihre finanziellen Beiträge in Raten zu zahlen. Doch haben nun die beiden größten Versorger E.ON und RWE erklärt, dass sie davon keinen Gebrauch machen wollen.

RWE & E.ON: Wir haben genügend Geld

So erklärte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz per Interview in der „Welt“, dass man die geforderte Einzahlung von 6,8 Milliarden Euro auf einen Schlag leisten wolle. Denn dank des Börsengangs von Innogy und der Verkaufserlöse aus der Erdölsparte DEA verfüge RWE über genügend finanzielle Mittel, um alles auf einen Schlag zahlen zu können.

In die gleiche Kerbe schlägt auch E.ON-Vorstandschef Johannes Theyssen. Auch er ließ per Interview am Wochenende (in der „Rheinischen Post“) wissen, dass man den fälligen Betrag von 10 Milliarden Euro in einem Stück aufbringen könne. Zwar schließt das Unternehmen nicht aus, einige Kapitalmaßnahmen durchzuführen, wie zum Beispiel die Ausgabe von Hybrid Anleihen oder Wandelanleihen auf Uniper-Aktien. Doch das alles solle, wenn überhaupt, in einem überschaubaren Maße geschehen, Denn man habe aktuell 14 Milliarden Euro an Liquidität, welche die 10 Milliarden Euro bereits abdecken würden.

Diese Statements von den Chefs der beiden Versorger kommen an der Börse sehr gut an. So liegen die Aktien von RWE und E.ON am ersten Handelstag des Jahres in der Spitzengruppe im DAX und können damit ihre Erholungs-Tendenz aus den letzten Wochen des vergangenen Jahres weiter fortsetzen.

%d Bloggern gefällt das: