RWE: Was sagt die Börse zum Hambacher Forst?

Der in Nordrhein-Westfalen liegende Hambacher Forst wird für den Versorger RWE zunehmend zum Problem. Bekanntlich möchte der Stromerzeuger nach bisherigen Plänen rund die Hälfte des Waldes roden, um seinen nahe gelegenen Braunkohle-Tagebau erweitern zu können.

Dagegen machen nicht nur militante Umweltschützer mobil, sondern auch die Politik, insbesondere natürlich die Grünen-Partei.

Drohen RWE Stilllegungen?

Deren Fraktionschef Hofreiter hat aktuell sogar gefordert, dass Bundeskanzlerin Merkel alten RWE-Kohlekraftwerken die Genehmigung entziehen soll. Begründet wird dies mit einem Verfassungsgerichts-Urteil, was faktisch auch eine entschädigungslose Stilllegung, sprich Enteignung, möglich machen könnte. Dass damit die eh schon angespannte Versorgungslage mit Energie in Deutschland weiter verschärft wird, wird natürlich hier nicht zur Sprache gebracht.

Aktie bleibt obenauf

Allerdings: RWE selbst scheint zumindest an der Börse weiterhin einen guten Lauf zu haben. Seit dem Jahrestief Anfang Februar bei rund 15 Euro hatte sich die Aktie zeitweise bis auf 22,60 Euro verbessern können und notiert weiterhin in dieser Nähe. Wobei zuletzt wichtig war, dass auch die Unterstützung durch die gleitenden Durchschnitte, insbesondere der letzten 50 Tage, halten konnte. Da nicht anzunehmen ist, dass die Regierung tatsächlich hier Maßnahmen gegen RWE einleitet, dürften die Investoren weiterhin bullish bleiben.

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