Ryanair: Billigflieger hebt ab

Die irische Fluglinie Ryanair erwischt mit ihren Quartalszahlen die Zweifler auf dem falschen Fuß. Denn Europas größter Billigflieger verdiente im dritten Quartal deutlich mehr als erwartet.

© Ryanair
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Dass die Analysten hier niedrigere Erwartungen an die Airline ansetzten, war kein Wunder. Denn erst vor wenigen Wochen hatte die Fluglinie ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr abgesenkt, nachdem das britische Pfund durch den Brexit-Entscheid deutlich unter Druck geraten war.

Davon will Ryanair jetzt eigentlich nichts mehr hören. So hat man zusammen mit den Zahlen auch den langfristigen Ausblick für das Passagieraufkommen angehoben. So will Ryanair im Jahr 2024 rund 200 Millionen Passagiere befördern, ein Plus von 10 % gegenüber der bisherigen Prognose. Im Hier und Jetzt kann sich Ryanair aber auch nicht beklagen. So verdiente man im Berichtszeitraum 912 Millionen €, ein Plus zum Vorjahreszeitraum um 8 %. Der Umsatz legte um 2 % auf 2,4 Milliarden € zu.

Ryanair startet Aktienrückkauf

Damit übertraf die Fluglinie die Analystenerwartungen, schob aber zur Sicherheit noch eine weitere Information nach. Denn inzwischen hat der Verwaltungsrat ein geplantes Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 550 Millionen E abgesegnet. Dieses soll bis Februar nächsten Jahres abgearbeitet werden.

Damit dürfte Ryanair hoffen, dass das insgesamt doch schwierige geschäftliche Umfeld nicht so stark auf der Aktie lastet. Denn insgesamt meldete das Unternehmen einen Rückgang bei den durchschnittlichen Ticketpreisen um 10 %, während man für das Geschäft in Großbritannien die bisherige Wachstumsprognose von 12 % auf 5 % absenkte.

Aktuell scheint die Rechnung von Ryanair auch aufzugehen. So kann sich die Aktie heute deutlich verbessern und nimmt damit auch das Zwischenhoch aus dem September bei rund 13,50 € in Angriff. Damit findet die deutliche Erholungsphase seit Anfang Oktober ihre Fortsetzung.

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