Saab Aktie: NLAW-Deal mit Frankreich
Saab verzeichnet starke Aufträge für Radarsysteme und Waffen, der Aktienkurs fällt jedoch seit Monaten. Der Juli-Quartalsbericht wird zum Stimmungstest.

- Neues Radarsystem Giraffe AMB D vorgestellt
- Aufträge aus Schweden und Dänemark
- Frankreich bestellt NLAW-Panzerabwehrwaffen
- Aktie verliert über 21 Prozent in 90 Tagen
Volle Auftragsbücher, neue Radarsysteme und lukrative Rüstungsdeals in Europa. Bei Saab läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. An der Börse zeichnet sich ein völlig anderes Bild ab. Die Aktie des schwedischen Rüstungskonzerns steckt in einer handfesten Korrektur.
Neue Radartechnik zieht Käufer an
Auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris präsentierte Saab kürzlich sein neues Radarsystem. Das Modell Giraffe AMB D erfasst Ziele in bis zu 250 Kilometern Entfernung. Es kann 2.000 Flugobjekte parallel verfolgen. Die mobile Anlage lässt sich in unter drei Minuten aufbauen.
Die Nachfrage nach der Technologie ist real. Schweden bestellte bereits Systeme für die bodengestützte Luftverteidigung. Dieser Vertrag bringt Saab rund 1,2 Milliarden Kronen ein. Dänemark orderte parallel dazu fest installierte Radaranlagen. Zuvor hatten die Dänen das System sechs Monate lang erfolgreich getestet.
Expansion in Europa
Auch in Frankreich punktet der Konzern. Die französische Beschaffungsbehörde orderte Panzerabwehrwaffen vom Typ NLAW. Die Lieferungen fließen zwischen 2026 und 2030. Frankreich schließt damit eine Lücke in der eigenen Infanterie. Die Waffe positioniert sich zwischen leichten Granatwerfern und schweren Raketensystemen.
Aktie unter Druck
Diese operativen Erfolge spiegeln sich aktuell nicht im Kurs wider. Die Saab-Aktie notiert an der Heimatbörse bei rund 491 Kronen. In den vergangenen 90 Tagen verlor das Papier mehr als 21 Prozent an Wert. Auf Jahressicht bleibt Anlegern nur noch ein mageres Plus.
Die Diskrepanz zwischen Auftragslage und Aktienkurs baut Spannung auf. Im Juli 2026 öffnet Saab die Bücher für das abgelaufene Quartal. Dann muss das Management beweisen, dass die neuen Verträge die Margen spürbar antreiben. Ein starker Auftragseingang könnte die aktuelle Korrektur stoppen.
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