SAF Holland präsentiert starkes Gewinnplus

Der Nutzfahrzeugzulieferer SAF Holland sah sich im vergangenen Geschäftsjahr einer deutlichen Marktschwäche in wichtigen Absatzmärkten wie beispielsweise Brasilien, Australien und Russland gegenüber.

© SAF Holland
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Trotz dieser widrigen Umstände konnte das Unternehmen an die erste Jahreshälfte anknüpfen und die wichtigsten Finanzkennzahlen weiter steigern. Insgesamt wurde mit Blick auf Umsatz und EBIT die im August vergangenen Jahres erhöhte Prognose leicht übertroffen.

Umsatz trotz Marktschwäche im Plus

Den Konzernumsatz steigerte SAF Holland um 10,5% auf 1,06 Mrd. Euro, wobei auch der starke US-Dollar positive Wirkung zeigte. In der größten Sparte Trailer Systems wuchsen die Umsätze um 12,5%, in der Sparte Powered Vehicle Systems um 6,2% und in der Sparte Aftermarket ging es um 9% aufwärts.

Deutlich positiv wirkten sich auf das Ergebnis neben einer sehr guten Kapazitätsauslastung auch umgesetzte Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz in der Produktion aus. Zugleich entwickelten sich die Kosten für Vertrieb, Verwaltung und Forschung und Entwicklung unterproportional. Das führte zu einem deutlichen Anstieg beim betrieblichen Ergebnis von 45% auf 79,3 Mio. Euro.

SAF Holland kann überzeugen

Das um Sondereffekte bereinigte EBIT konnte um 33% auf 94 Mio. Euro gesteigert werden. Die bereinigte EBIT-Marge lag nach 7,4% im Vorjahr bei 8,9%. Weiterhin verbesserte sich das Finanzergebnis von -7,7 Mio. Euro im  Vorjahr auf -4 Mio. Euro.

Um ganze 58,4% stieg das Ergebnis vor Steuern den Wert des Vorjahres und lag bei 77,6 Mio. Euro. Das Periodenergebnis kletterte auf 51,7 Mio. Euro. Schlussendlich lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,14 Euro nach 0,72 Euro im Jahr zuvor.

Dividende soll höher ausfallen

Der Vorstand nahm die erfolgreiche Entwicklung im Jahr 2015 zum Anlass, um auf der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,40 Euro je Aktie vorschlagen zu wollen. Die Ausschüttungsquote würde damit bei 38,6% des verfügbaren Nettoergebnisses liegen. Nach aktuellem Kurs läge die Dividendenrendite damit bei 3,66%.

Ausblick nach vorn

Auch für das laufende Geschäftsjahr sind die Ziele von SAF Holland klar definiert. Der Konzern rechnet weiterhin mit einem schwierigen Marktumfeld besonders in Brasilien, Australien und Russland. Hier rechnet man erst zum Jahresende mit einer Entspannung der Lage. Für den US-Markt für schwere LKW geht SAF Holland von einer Abschwächung von bis zu 20% in diesem Geschäftsjahr aus.

Dennoch soll der organische Umsatz konstant bis leicht steigend ausfallen und zwischen 1,05 bis 1,07 Mrd. Euro liegen. Hier gilt es zu berücksichtigen, dass die Produktlinie AerWay im Dezember verkauft wurde und nicht mehr zum Umsatz und Ergebnis in diesem Jahr beiträgt. Im vergangenen Geschäftsjahr lag hier der Umsatzbeitrag bei 7 Mio. Euro. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen 8 bis 9% erreichen.

Aktie nimmt Fahrt auf

Analysten sehen die Aktie von SAF Holland weiterhin positiv und auch dem Markt scheinen die Zahlen zu gefallen. Vorbörslich ging es an der Frankfurter Börse bereits um 6,45% aufwärts, nachdem es im gestrigen Tagesverlauf wieder zu Verlusten kam.

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Damit stehen die Chancen gut, dass es wieder über die Marke von 11,00 Euro gehen kann und die sich seit Anfang Februar bestehende Aufwärtsbewegung weiter verfestigt.

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