SAF Holland zeigt sich stabil

Der Nutzfahrzeugzulieferer SAF Holland stand heute mit seinen Halbjahreszahlen auf dem Programm der Börsianer. Diese machten deutlich, dass es dem Konzern gelang, trotz schwieriger Marktbedingungen im US-Markt ein gutes Ergebnis abzuliefern.

© SAF Holland
© SAF Holland

Insgesamt sanken die Umsätze in den ersten sechs Monaten um 4,5% auf 533,6 Mio. Euro. Bereinigt um negative Währungseffekte und den im Vorjahr noch enthaltenen Beitrag aus der veräußerten Produktlinie AerWay lagen die Umsätze auf organischer Basis 2% unter denen des Vorjahreszeitraumes.

Bezogen auf das zweite Quartal sank der Umsatz von zuvor 287,7 Mio. Euro auf 273,7 Mio. Euro. Organisch lag der Rückgang bei 1,8%.

SAF Holland kann Bruttomarge steigern

Positiv wirkten sich Kostenreduzierungen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung auf die Entwicklung der Bruttomarge aus. Diese lag im ersten Halbjahr bei 20,5% und damit 1% über der im Vorjahreszeitraum. Das betriebliche Ergebnis stieg leicht von zuvor 43,7 Mio. Euro auf 43,8 Mio. Euro.

Mit 49 Mio. Euro entwickelte sich auch das um Sondereffekte bereinigte EBIT weitgehend stabil und lag nur 0,5 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes. Die bereinigte EBIT-Marge konnte von 8,9% auf 9,2% erhöht werden.

Vorsteuerergebnis fällt erwartungsgemäß ab

Beim Finanzergebnis musste SAF Holland einen Rückgang von 1,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf -6,9 Mio. Euro verbuchen. Dies war vor allem unrealisierten und nicht zahlungswirksamen Kursgewinnen aus der Bewertung von konzerninternen Fremdwährungsdarlehen geschuldet. Im zweiten Quartal standen dem zugleich unrealisierte Kursverluste in Höhe von 3,2 Mio. Euro gegenüber, wodurch sich das Finanzergebnis von -5,2 Mio. Euro im Vorjahr auf -2 Mio. Euro deutlich verbessern konnte.

Das Vorsteuerergebnis lag im ersten Halbjahr nach 45,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum bei 37,7 Mio. Euro. Entsprechend sank auch das Periodenergebnis von zuvor 30,4 Mio. Euro auf 25,7 Mio. Euro. Deutlich gestiegen ist dagegen der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Hier ging es von 4,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 29,6 Mio. Euro aufwärts. Der Free Cashflow stieg von -8,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 19 Mio.  Euro.

Blick nach vorn

Der Vorstand von SAF Holland erwartet für das Gesamtjahr unter der Voraussetzung, dass sich die Konjunktur in der Branche nicht weiter verschlechtert, einen Konzernumsatz in der Spanne von 1,05 bis 1,07 Mrd. Euro. Tendenziell geht man davon aus, eher die untere Marke zu erreichen. Für die EBIT-Marge liegt das Ziel bei 8 bis 9%.

Angebot für Haldex bleibt bestehen

Zugleich gab das Unternehmen heute bekannt, sein Barangebot für die Übernahme von Haldex AB nicht zu erhöhen. SAF Holland hatte ein Barangebot von 94,42 SEK je Aktie für den Kauf von Haldex abgegeben. Am 04. August gab ein anderer Bieter jedoch ein höheres Angebot ab.

Daraufhin unterzog man bei SAF Holland den Preis einer nochmaligen Überprüfung und kam zu dem Schluss, hier keine Erhöhung vorzunehmen. Ungeachtet des Ausgangs des Angebotsprozesses sieht sich das Unternehmen weiterhin gut aufgestellt, die Ziele der „2020 Strategie“ zu erreichen.

Aktie legt zu

Die Aktie des Konzerns konnte heute um bisher 1,8% weiter zulegen. Unterstützt werden könnte dies durch die jüngste Einschätzung der Analysten von Kepler Cheuvreux. Diese bestätigten ihre Kaufempfehlung für die Papiere mit einem Kursziel von 13 Euro.

Hier sieht man das Gegenangebot für Haldex nicht allzu negativ, da SAF Holland durch eine Übernahme von Haldex zwar die Gewinne deutlich steigern könnte, zugleich würden aber auch die Schulden deutlich steigern.

160811 SAF

%d Bloggern gefällt das: