Salesforce: 27,1 Milliarden für Aktienrückkauf
Salesforce übertrifft Gewinnerwartungen und startet ein 27-Milliarden-Rückkaufprogramm, während der Markt die KI-Strategie skeptisch beurteilt.

- Umsatz steigt um 13 Prozent
- Rekord-Rückkauf von 27,1 Milliarden
- KI-Plattform Agentforce verdoppelt Umsatz
- Aktie verliert trotz guter Zahlen
Rekordumsätze und eine Gewinnexplosion reichen den Anlegern bei Salesforce derzeit nicht aus. Der Cloud-Riese kämpft gegen die Sorge, dass künstliche Intelligenz das klassische Software-Modell verdrängen könnte. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm soll nun das Vertrauen zurückbringen. Das Ziel: Stabilität.
Im ersten Quartal des Fiskaljahres 2027 steigerte Salesforce den Umsatz um 13 Prozent auf 11,1 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 3,88 US-Dollar über den Erwartungen der Analysten. Das Management hat damit die Profitabilität deutlich verbessert.
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Besonders die vertraglich zugesicherten Umsätze für die kommenden zwölf Monate geben Sicherheit. Diese Kennzahl stieg um 14 Prozent auf 33,6 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow erreichte zeitgleich ein Niveau von 6,6 Milliarden US-Dollar.
Milliarden für die Aktionäre
Das Management nutzt die starke Kasse für eine massive Kapitalrückgabe. Allein im ersten Quartal flossen 27,1 Milliarden US-Dollar in Aktienrückkäufe. Es handelt sich um das größte Programm der Unternehmensgeschichte.
Zusätzlich schüttet Salesforce eine Quartalsdividende von 0,44 US-Dollar je Aktie aus. Die Auszahlung erfolgt am 2. Juli 2026. Das Unternehmen setzt damit ein deutliches Signal für die eigene Finanzkraft.
KI-Wachstum gegen die Skepsis
Im Zentrum der Strategie steht die neue KI-Plattform Agentforce. Der jährlich wiederkehrende Umsatz in diesem Segment sprang um 205 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Die Aktivität der KI-Agenten verdoppelte sich innerhalb eines Quartals nahezu.
Zusammen mit Data 360 erzielt die KI-Sparte bereits einen wiederkehrenden Jahresumsatz von 3,4 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von über 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch reagiert der Markt verhalten.
Die Aktie notiert mit 153,20 Euro rund 36 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 30 Prozent an Wert verloren. Kritiker bemängeln, dass der Jahresausblick von maximal 46,2 Milliarden US-Dollar am unteren Ende der Markterwartungen liegt. Am 2. Juli 2026 erfolgt die nächste Dividendenzahlung. Bis dahin muss das Management beweisen, dass die Dynamik bei Agentforce ausreicht, um die vorsichtige Prognose zu übertreffen.
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