Salesforce Aktie: 30 Milliarden vernichtet

Der Softwarekonzern verliert binnen Tagen 30 Milliarden Dollar Börsenwert, da Anleger den KI-Umbau kritisch sehen.

Die Kernpunkte:
  • Kursverlust von fast zehn Prozent
  • KI-Plattform erzielt 1,2 Milliarden Umsatz
  • 25 Milliarden für Aktienrückkäufe
  • Strategiewechsel mit Sommer-Update

Salesforce steckt in einer tiefen Korrektur. Innerhalb weniger Handelstage verlor der Software-Riese rund 30 Milliarden Dollar an Börsenwert. Investoren hinterfragen aktuell die Geschwindigkeit des KI-Umbaus im gesamten Sektor.

Der Aktienkurs sank zuletzt auf 147,00 Euro. Damit weitete sich die Verlustserie der vergangenen sieben Tage auf fast zehn Prozent aus. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits 32,10 Prozent an Wert verloren.

KI-Wandel belastet die Bewertung

Der gesamte Software-Sektor durchläuft eine Phase der Neubewertung. Anleger prüfen kritisch, wie der Übergang von klassischen Abo-Modellen zu KI-gesteuerten Systemen gelingt. Parallel dazu geraten auch Schwergewichte wie Microsoft und SAP unter Druck.

Salesforce meldet intern zwar Fortschritte. Die KI-Plattform „Agentforce“ erreichte zuletzt einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar. Diese Wachstumszahlen reichten jedoch nicht aus, um die allgemeine Skepsis am Markt zu dämpfen.

Rückkäufe gegen die Volatilität

Die Konzernführung versucht, den Abwärtstrend mit massiven Aktienrückkäufen zu stoppen. Ein beschleunigtes Programm umfasst ein Volumen von 25 Milliarden Dollar. Trotz dieser Stützungsmaßnahme bleibt die Nervosität hoch. Die annualisierte Volatilität liegt aktuell bei 56,45 Prozent.

Technisch gesehen hat sich die Aktie weit von ihrem langfristigen Trend entfernt. Der Kurs notiert mehr als 21 Prozent unter der 200-Tage-Linie. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 41,6 gilt der Titel zwar als belastet, aber noch nicht als überverkauft.

Strategiewechsel im Sommer

Das Unternehmen setzt nun alles auf das „Summer ’26 Release“. Die Veröffentlichung ist für Juni 2026 geplant. Diese Version soll die „Agentic Enterprise“-Strategie festigen. Dabei geht es vor allem um die Koordination verschiedener KI-Agenten und eine tiefere Integration in Slack.

Die kommenden Wochen entscheiden über die Stabilität des Kurses. Das Papier notiert derzeit nur noch rund fünf Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 139,90 Euro.

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