Salesforce Aktie: 300 Millionen für Anthropic-Token 2026
Salesforce investiert massiv in KI-Token und pausiert Einstellungen. CEO Benioff sieht ein neues Arbeitsmodell für die Softwareentwicklung.

- 300 Millionen Dollar für Anthropic-Token
- Einstellungsstopp für Softwareingenieure
- 30 Prozent mehr nutzbarer Code durch KI
- Aktie trotz Rekordumsatz unter Druck
Salesforce verschiebt seinen Blick von zusätzlichem Personal hin zu mehr KI-Leistung. Der Softwarekonzern will 2026 rund 300 Millionen Dollar für Anthropic-Token ausgeben und damit die Entwicklung stärker über KI steuern. Das ist mehr als ein Kostenthema. Es geht um ein neues Modell für die Arbeit im Engineering.
CEO Marc Benioff hat diesen Kurs öffentlich bestätigt. Parallel dazu pausiert Salesforce die Einstellung neuer Softwareingenieure und prüft, wie weit Automatisierung interne Abläufe tragen kann. Das Unternehmen beschäftigt rund 15.000 Entwickler und setzt sie inzwischen mit mehreren KI-Systemen ein, darunter Claude von Anthropic und Codex von OpenAI.
KI soll mehr Code liefern
Der Effekt ist bereits messbar. Laut internen Daten erzeugen die eingesetzten Werkzeuge rund 30 Prozent mehr sofort nutzbaren Code. Benioff spricht deshalb von einem „new labor model“. Gemeint ist eine Entwicklungsorganisation, in der KI die Produktivität hebt und auf Dauer die Kostenbasis verändern könnte.
Für Salesforce ist das ein strategischer Schwenk. Softwareentwicklung bleibt zentral, aber die Logik dahinter ändert sich. Statt vor allem über neues Personal zu wachsen, will das Unternehmen mehr Output aus denselben Teams holen. Die Folge: weniger klassisches Hiring, mehr KI-gestützte Arbeitsschritte.
Breiter Umbau im Unternehmen
Der Umbau bleibt nicht auf die Entwicklerteams beschränkt. Salesforce setzt auch KI-Agenten für „low-impact“ Aufgaben ein. Ziel ist es, bestehende Mitarbeiter umzuschulen und sie in höherwertigen Rollen einzusetzen, statt neue Stellen zu schaffen oder breit zu kürzen.
Hinzu kommt die enge Verflechtung mit Anthropic. Salesforce hält rund 1 Milliarde Dollar an dem KI-Unternehmen. Über die Plattform Agentforce 360 will der Konzern eine neutrale Infrastruktur anbieten, auf der Kunden verschiedene große Sprachmodelle nutzen können.
Aktie bleibt unter Druck
Am Markt kommt der Kurswechsel in einem besseren Umfeld für Enterprise-Software an. Die Sorge vor einer „SaaS-pocalypse“ lässt nach. Salesforce profitiert davon, weil die Firma bei Datenintegration und Unternehmensprozessen gut aufgestellt ist.
Die Aktie notiert aktuell bei 153,98 Euro. Seit Jahresbeginn liegt sie fast 29 Prozent im Minus, auf Zwölfmonatssicht sogar knapp 40 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 255,35 Euro ist sie weit entfernt. Der Kurs liegt zwar wieder über dem Tief von 139,90 Euro, aber noch unter dem 50-Tage-Durchschnitt.
Deutsche Bank bleibt bei „Buy“ und nennt ein Kursziel von 255 Dollar. Für das nächste Geschäftsjahr rechnet das Haus mit einem soliden Start. Salesforce selbst meldete für das Geschäftsjahr 2026 einen Rekordumsatz von 41,5 Milliarden Dollar und hob den Ausblick für 2027 auf 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar an. In den kommenden Wochen dürften die nächsten Quartalszahlen zeigen, ob die KI-Produktivität schon auf die Marge durchschlägt.
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