Salesforce Aktie: Ausblick trübt Quartalserfolg
Salesforce übertrifft Gewinnerwartungen im ersten Quartal, doch der vorsichtige Ausblick und schwächere Auftragseingänge belasten die Aktie nachbörslich.

- Umsatz steigt auf 11,13 Milliarden Dollar
- Gewinn je Aktie mehr als verdoppelt
- Q2-Prognose bleibt unter Analystenerwartungen
- Vertragliche Einnahmen enttäuschen den Markt
Starke Zahlen, aber ein Wermutstropfen im Ausblick — das ist die Kurzfassung von Salesforces Quartalsbericht, der die Aktie nachbörslich unter Druck gebracht hat.
Q1 liefert, Q2-Prognose enttäuscht knapp
Im ersten Quartal, das Ende April abschloss, steigerte Salesforce den Umsatz um 13,3 Prozent auf 11,13 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 3,88 Dollar — ein deutlicher Anstieg gegenüber 1,59 Dollar im Vorjahresquartal. Solide Zahlen, die eigentlich für Erleichterung sorgen sollten.
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Der Haken liegt im Ausblick. Für das laufende zweite Quartal erwartet Konzernchef Marc Benioff Erlöse zwischen 11,27 und 11,35 Milliarden Dollar — am oberen Ende knapp unter dem, was Analysten im Schnitt erhofft hatten. Noch belastender: Die sogenannten Remaining Performance Obligations, also vertraglich gesicherte künftige Einnahmen, lagen bei 67,9 Milliarden Dollar und damit rund eine Milliarde unter den Erwartungen. Dieser Wert gilt als früher Indikator für das Wachstumstempo — kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.
Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel mehr als drei Prozent.
KI-Offensive unter Beweis gestellt — Zweifel bleiben
Beim Gesamtjahresgewinn überraschte Salesforce positiv. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll nun zwischen 14,06 und 14,12 Dollar liegen — gegenüber der bisherigen Prognose von bis zu 13,19 Dollar ein spürbarer Sprung. Das zeigt, dass die KI-Initiativen rund um Agentforce zumindest die Margen stützen.
Dennoch bleibt die grundlegende Skepsis des Marktes. Salesforce hat seit Jahresbeginn 2026 rund ein Drittel seines Börsenwerts verloren — der Kurs spiegelt die Sorge wider, dass KI-Tools das klassische CRM-Geschäftsmodell mittelfristig aushöhlen könnten. Das drückt auf die Bewertung des derzeit rund 145 Milliarden Dollar schweren Konzerns.
Für den weiteren Jahresverlauf prognostiziert Benioff einen Gesamtumsatz von 45,9 bis 46,2 Milliarden Dollar. Ob das reicht, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, dürften die Q2-Zahlen Ende Juli zeigen — dann wird sich zeigen, ob der Vertrieb von Agentforce-Lizenzen endlich die Wachstumserwartungen erfüllt.
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