Salesforce Aktie: Board kauft gegen den Trend
Zwei Vorstandsmitglieder investieren persönlich in die Salesforce-Aktie, obwohl das Unternehmen trotz Rekordergebnisse mit einer Wachstumsverlangsamung kämpft und massive Aktienrückkäufe startet.

- Vorstandsmitglieder tätigen persönliche Aktienkäufe
- Starke Quartalszahlen, aber schwacher Ausblick
- Größtes Aktienrückkaufprogramm der Firmengeschichte
- Analysten sehen hohes Aufwärtspotenzial
Während die Salesforce-Aktie in diesem Jahr rund 30% an Wert verloren hat, greifen zwei Mitglieder des Board of Directors mit eigenem Geld zu. Das ist ungewöhnlich — und ein Signal, das Anleger registrieren.
Insider setzen auf Erholung
Im März tätigten gleich zwei Direktoren erstmals seit Längerem offene Marktkäufe. Laura Alber, CEO von Williams-Sonoma und Salesforce-Boardmitglied, erwarb am 19. März 2.571 Aktien zu knapp 195 Dollar je Stück — ein Gesamtinvestment von rund 451.000 Dollar. Es war ihr erster Kauf seit ihrem Eintritt in den Vorstand im November 2021. Einen Tag zuvor hatte David Kirk, ehemaliger Chefwissenschaftler bei Nvidia, 2.570 Aktien zum Preis von 194,62 Dollar gekauft. Kirk hält damit direkt 13.689 CRM-Aktien im Wert von rund 2,5 Millionen Dollar.
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Starke Zahlen, schwache Reaktion
Der Zeitpunkt der Käufe ist kein Zufall. Ende Februar lieferte Salesforce Rekordergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026: Umsatz von 11,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 12% gegenüber dem Vorjahr, und ein Gewinn je Aktie von 3,81 Dollar — deutlich über den erwarteten 3,05 Dollar. Besonders das KI-Produkt Agentforce wuchs mit einem jährlich wiederkehrenden Umsatz von rund 800 Millionen Dollar um 169% gegenüber dem Vorjahr.
Der Markt reagierte trotzdem enttäuscht. Der Grund: Der Umsatzausblick für das Geschäftsjahr 2027 von 45,8 bis 46,2 Milliarden Dollar impliziert ein Wachstum von lediglich 10 bis 11% — eine spürbare Verlangsamung gegenüber früheren Jahren, die Anleger angesichts des KI-Hypes anders eingepreist hatten.
Rückenwind durch Rückkäufe
Das Unternehmen stemmt sich mit erheblichem Kapitaleinsatz gegen den Abwärtstrend. Salesforce startete im März die Ausführung eines beschleunigten Aktienrückkaufprogramms über 25 Milliarden Dollar — das größte seiner Art in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt hat der Board ein Rückkaufvolumen von 50 Milliarden Dollar genehmigt, das bis zu 14,1% der ausstehenden Aktien einziehen könnte. Zusätzlich wurde die Quartalsdividende von 0,42 auf 0,44 Dollar angehoben.
Institutionelle Investoren halten weiterhin gut 80% der ausstehenden Aktien. Der Analystenkonsens aus 35 Bewertungen lautet „Kaufen“, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 279,74 Dollar — das entspräche einem Aufwärtspotenzial von über 43% gegenüber dem aktuellen Niveau von rund 160 Euro.
Das eigentliche Gegenargument bleibt die KI-Disruption: Berichte über autonome Computersysteme wie Anthropics Claude haben die Frage aufgeworfen, wie zukunftsfest klassische CRM-Software langfristig ist. Bis Salesforce im zweiten Halbjahr 2027 die angekündigte Wachstumsbeschleunigung liefert, dürfte diese Unsicherheit den Kurs weiter belasten.
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