Salesforce Aktie: Burry greift zu!
Der legendäre Investor Michael Burry baut Positionen in Salesforce auf. Er sieht die Kursverluste als technisch bedingte Fehlbewertung, während das Unternehmen mit KI-Produkten operativ stark wächst.

- Burry sieht technischen Crash, nicht Fundamentalschwäche
- Bewertung auf historischem Tief, Analysten sehen Aufwärtspotenzial
- KI-Produkt Agentforce verzeichnet Umsatzplus von 169 Prozent
- Umsatzwachstum und stabile Dividendenausschüttung
Michael Burry wettet auf Salesforce — ausgerechnet jetzt. Der Mann, der die Subprime-Krise 2008 voraussah, kündigte an, Positionen in der Aktie aufzubauen. Seine Begründung ist so ungewöhnlich wie der Zeitpunkt.
Technischer Crash, nicht fundamentaler Verfall
Burry sieht in der Salesforce-Schwäche kein Zeichen struktureller Probleme, sondern ein Marktversagen. Seine These: Ein selbstverstärkender Rückkopplungseffekt im privaten Kreditmarkt habe Software-Aktien in eine Abwärtsspirale gezogen. Fallende Kurse belasteten Bankschulden, die wiederum an denselben Firmen hängen — das beschleunigte die Verkaufswelle künstlich. Für Burry ist das eine Fehlbewertung, keine Fundamentalschwäche.
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Konkret schrieb er, er sehe zwar einige Unternehmen, deren Geschäftsmodelle durch große Sprachmodelle ernsthaft bedroht seien — Salesforce gehöre nicht dazu. Er habe die Firma forensisch, wettbewerblich und fundamental analysiert.
Bewertung auf historischem Tief
Das Zahlenwerk gibt Burrys Argument eine gewisse Substanz. Salesforce handelt aktuell unter dem 13-fachen der erwarteten Gewinne — weit entfernt vom Zehnjahresschnitt von rund 45. Die Aktie notiert bei 155 Euro und liegt damit fast 41 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat sie rund 28 Prozent verloren.
Piper Sandler senkte das Kursziel zuletzt auf 215 Dollar, hält aber an der Kaufempfehlung „Overweight“ fest. Der Konsens von 34 Analysten liegt bei knapp 278 Dollar — das impliziert erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs.
Operative Stärke im Hintergrund
Was das Bild kompliziert: Salesforce liefert operativ. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wuchs der Umsatz um 12 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie von 3,81 Dollar übertraf die Konsensschätzung deutlich.
Das KI-Produkt Agentforce entwickelt sich zum Wachstumstreiber. Der jährlich wiederkehrende Umsatz stieg auf 800 Millionen Dollar — ein Plus von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das US-Arbeitsministerium setzt Agentforce bereits für seinen nationalen Kontaktcenter ein, der jährlich rund 9,7 Millionen Bürgeranfragen verarbeitet.
Für das Gesamtjahr 2027 peilt das Management einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar an, ein Plus von zehn bis elf Prozent. Eine Umsatzbeschleunigung wird für die zweite Jahreshälfte erwartet.
Am 23. April erhalten Aktionäre die nächste Quartalsdividende von 0,44 Dollar je Aktie — ein konkreter Termin in einer ansonsten von Unsicherheit geprägten Woche. Ob Burrys These aufgeht, wird die laufende Berichtssaison im Enterprise-Software-Sektor zeigen: Bestätigen die Zahlen anderer Anbieter, dass der Ausverkauf technisch getrieben war, dürfte das die Neubewertung beschleunigen.
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