Salesforce Aktie: Google Cloud ab Juni integriert

Salesforce integriert Google Cloud für KI-Agenten, meldet solide Quartalszahlen und startet ein 25-Milliarden-Aktienrückkaufprogramm.

Die Kernpunkte:
  • Google Cloud wird nativ angebunden
  • KI- und Datengeschäft mit 3,4 Milliarden
  • Umsatzplus von 13 Prozent erreicht
  • 25 Milliarden für Aktienrückkauf

Salesforce schiebt seine KI-Strategie spürbar nach vorn. Ab Juni bindet der Konzern Google Cloud nativ an und macht damit seine Agentforce-Plattform deutlich breiter einsetzbar. Der Schritt zielt auf ein Problem, das viele Firmen kennen: Daten liegen in getrennten Systemen, die Prozesse bleiben hängen.

Künftig sollen autonome Agenten mit Googles Gemini 3.5 Flash und dem Atlas Reasoning Engine über Salesforce und Google Workspace hinweg arbeiten. Slack und Gmail gehören ebenfalls dazu. Texte, Bilder und Videos kann das System zugleich verarbeiten. Das soll Abläufe beschleunigen und Kundenanfragen präziser automatisieren.

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KI als Wachstumstreiber

Salesforce verkauft diesen Umbau als Antwort auf die Angst vor dem Ende des klassischen Softwaremodells. In der Debatte um eine mögliche „SaaSpocalypse“ setzt der Konzern auf ein anderes Bild: KI soll die bestehende Plattform nicht verdrängen, sondern zusätzlichen Umsatz bringen.

Dafür spricht zumindest die Entwicklung im KI- und Datengeschäft. Diese Bereiche kamen auf eine jährlich wiederkehrende Leistung von fast 3,4 Milliarden Dollar. Der Data-Cloud-Bereich legte im Jahresvergleich um 25 Prozent zu, gestützt durch die Integration von Informatica.

Auch das Quartal selbst fiel solide aus. Salesforce meldete für das erste Geschäftsquartal 2027 einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,88 Dollar und damit klar über der Markterwartung von 3,13 Dollar.

Kurs reagiert verhalten

An der Börse kommt die Story bislang nur begrenzt an. Die Aktie notierte zuletzt bei 163,64 Euro, liegt seit Jahresbeginn aber noch 24,42 Prozent im Minus. Vom Hoch bei 241,05 Euro ist sie weiter klar entfernt.

Kurzfristig hat sich das Bild etwas aufgehellt. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 3,96 Prozent zu Buche. Der Kurs liegt auch wieder über dem 50-Tage-Durchschnitt, bleibt aber unter der 200-Tage-Linie. Das spricht für eine Erholung, nicht für einen sauberen Trendwechsel.

Rückkauf und Dividende stützen

Parallel dazu setzt Salesforce auf Kapitalrückgabe. Der Vorstand hat ein neues beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm über 25 Milliarden Dollar beschlossen. Dabei werden zunächst rund 103 Millionen Aktien geliefert. Die endgültige Abrechnung soll im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2027 folgen.

Hinzu kommt eine Quartalsdividende von 0,44 Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr hat das Management die Umsatzprognose auf 45,9 bis 46,2 Milliarden Dollar angehoben. Entscheidend wird nun, ob die neue Google-Anbindung und die Agentforce-Nutzung tatsächlich in mehr Geschäft umschlagen.

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