Salesforce Aktie: Leerverkäufer unter Druck
Ein massiver Anstieg der Leerverkäufe bei Salesforce trifft auf eine Sektor-Erholung und ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm, was einen technischen Squeeze begünstigen könnte.

- Leerverkäufe steigen um 240 Prozent binnen zwei Wochen
- 25-Milliarden-Dollar-Aktienrückkaufprogramm genehmigt
- Solides operatives Wachstum und KI-Umsatz verdoppelt
- Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial für Aktie
Ein Kursanstieg von 5 Prozent an einem einzigen Tag, ein 25-Milliarden-Dollar-Aktienrückkauf und ein explosionsartiger Anstieg der Leerverkaufsquote — bei Salesforce verdichten sich gerade mehrere Kräfte gleichzeitig.
Leerverkäufer wetten massiv gegen den Kurs
Die Zahlen sind bemerkenswert: Zum 31. März belief sich das Short Interest auf rund 77,8 Millionen Aktien — ein Anstieg von 240 Prozent gegenüber dem Stand vom 15. März. Etwa 8,7 Prozent aller ausstehenden Aktien sind derzeit leerverkauft. Die sogenannte Days-to-Cover-Ratio liegt bei 6,1 Tagen, gemessen am durchschnittlichen Tageshandelsvolumen von rund 12,75 Millionen Aktien.
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Was das bedeutet: Sollte anhaltender Kaufdruck entstehen, müssen Leerverkäufer ihre Positionen schnell eindecken — was Kursbewegungen nach oben erheblich verstärken kann.
Sektor erholt sich, Shorts geraten in Bedrängnis
Der Zeitpunkt des Short-Anstiegs trifft auf eine ungünstige Ausgangslage für die Bären. Am Montag erholte sich der gesamte Softwaresektor spürbar. Salesforce stieg um 5,3 Prozent auf 173 Dollar, Adobe legte 6 Prozent zu, Snowflake sogar 9 Prozent. Der S&P 500 gewann im gleichen Zeitraum lediglich 1 Prozent.
Hintergrund der Kursschwäche der vergangenen Monate war die Sorge, KI-Agenten könnten das Wachstum klassischer SaaS-Abonnements strukturell gefährden und Bewertungsprämien aushöhlen. Wedbush-Analyst Dan Ives bezeichnete den Ausverkauf als übertrieben. Er argumentiert, KI werde Softwarebudgets langfristig ausweiten, sobald Pilotprojekte in großflächige Rollouts übergehen — und fügte Salesforce sowie ServiceNow wieder in seine Liste der Top-KI-Ideen ein.
Rückkauf und Dividende als strukturelle Stützen
Parallel zum technischen Druck auf Leerverkäufer hat Salesforce im März ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Milliarden Dollar genehmigt. Das entspricht bis zu 14,1 Prozent der ausstehenden Aktien. Jim Cramer betonte explizit, dieser Rückkauf dürfe nicht ignoriert werden — zumal die Aktie nahe Mehrjahrestiefs notiert.
Hinzu kommt eine Quartalsdividende von 0,44 Dollar je Aktie, zahlbar am 23. April 2026. Das entspricht einem Anstieg von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Operative Zahlen stützen die These
Das Geschäft selbst liefert weiter solide Ergebnisse. Im vierten Quartal wuchs der Umsatz um 12,1 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie von 3,81 Dollar übertraf die Konsensschätzung von 3,05 Dollar deutlich. Agentforce, Salesforces KI-Plattform, erreichte einen annualisierten Umsatz von 800 Millionen Dollar — ein Plus von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 10 bis 11 Prozent entspricht.
Das Analysten-Konsensurteil lautet „Moderate Buy“ mit einem mittleren Kursziel von 280 Dollar — gegenüber einem aktuellen Kurs von rund 173 Dollar ein erheblicher Abstand, der zeigt, wie weit Sentiment und fundamentale Einschätzung derzeit auseinanderklaffen.
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