Salesforce Aktie: Mega-Rückkauf per Kredit

Salesforce finanziert ein 25-Milliarden-Dollar-Aktienrückkaufprogramm über eine Rekordanleihe. Das Unternehmen verzeichnet solides Wachstum, doch die schuldenfinanzierte Strategie stößt bei Anleiheinvestoren auf Skepsis.

Die Kernpunkte:
  • Größte Anleiheemission in der Firmengeschichte
  • Finanzierung eines beschleunigten Aktienrückkaufs
  • Solides Umsatzwachstum durch KI-Plattform
  • Gemischte Resonanz auf schuldenfinanzierte Strategie

Salesforce hat diese Woche ein historisches Kapitel in seiner Unternehmensgeschichte aufgeschlagen. Mit einer Anleiheemission von 25 Milliarden US-Dollar — der größten in der Firmengeschichte — finanziert das Unternehmen ein ebenso großes Aktienrückkaufprogramm. Die Aktie legte daraufhin zu, doch hinter dem Deal stecken auch Fragen, die Anleiheinvestoren offenbar beschäftigen.

Der Deal im Überblick

Die am 13. März platzierten Senior Notes umfassen acht Tranchen mit Kupons zwischen 4,5 % und 6,7 %, Laufzeiten reichen bis 2066. Ergänzt wird das Paket durch einen neuen Fünfjahres-Kredit über 6 Milliarden Dollar. Der Nettoerlös von rund 24,9 Milliarden Dollar fließt direkt in das beschleunigte Rückkaufprogramm (ASR), das Salesforce am 11. März mit mehreren Großbanken vereinbart hat.

Rund 80 % der zurückzukaufenden Aktien sollen bereits am 16. März geliefert werden. Die endgültige Abrechnung erfolgt im vierten Quartal 2026, basierend auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs abzüglich eines Abschlags.

Der Rückkauf ist Teil eines im laufenden Jahr angekündigten 50-Milliarden-Dollar-Programms. Im Geschäftsjahr 2026 schüttete Salesforce bereits mehr als 14 Milliarden Dollar an Aktionäre aus — das entsprach 99 % des freien Cashflows.

Solide Basis, aber verlangsamtes Wachstum

Die Finanzierungskraft für diesen Schritt kommt nicht von ungefähr. Im Geschäftsjahr 2026 wuchs der Umsatz um 10 % auf 41,5 Milliarden Dollar, die Non-GAAP-Betriebsmarge lag bei 34,1 %. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) stiegen um 14 % auf 72 Milliarden Dollar — ein Indikator für künftige Umsatzsichtbarkeit.

Auf der Wachstumsseite setzt Salesforce auf seine KI-Plattform Agentforce: Seit dem Launch vor 15 Monaten wurden mehr als 29.000 Deals abgeschlossen, der jährlich wiederkehrende Umsatz wuchs um 169 % auf 800 Millionen Dollar. Hinzu kommt die im November 2025 abgeschlossene Übernahme von Informatica für 8 Milliarden Dollar, die im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits 399 Millionen Dollar zum Umsatz beisteuerte.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 — Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar, entsprechend 10 bis 11 % Wachstum — wird allerdings durch Informatica deutlich aufgehellt. Bereinigt um diesen Effekt liegt das organische Wachstum nur noch im hohen einstelligen Bereich. Management erwartet eine Beschleunigung im zweiten Halbjahr 2027.

Anleiheemission mit verhaltener Resonanz

Trotz des Kursanstiegs von rund 3 % am Donnerstag war die Resonanz auf die Anleihe selbst gemischt. Investoren zeigten sich zurückhaltend angesichts der schuldenfinanzierten Rückkaufstrategie — und der grundsätzlichen Sorge, ob KI das klassische lizenzbasierte SaaS-Modell langfristig unter Druck setzt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei 25, deutlich unter dem historischen Dreijahresschnitt von 132.

Zusätzlich zum Rückkaufprogramm hat der Verwaltungsrat eine Quartalsdividende von 0,44 Dollar je Aktie beschlossen — ein Anstieg von 5,8 % gegenüber dem Vorjahr, zahlbar am 23. April 2026 an Aktionäre, die am 9. April im Register stehen.

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