Salesforce Aktie: Rekordrückkauf auf Pump
Salesforce finanziert den größten beschleunigten Aktienrückkauf der Börsengeschichte komplett durch neue Anleihen. Trotz starker Quartalszahlen und KI-Wachstum steht die Aktie unter Bewertungsdruck.

- Größter beschleunigter Aktienrückkauf der Börsengeschichte
- Volle Finanzierung durch neue Schuldenemission
- Starke operative Zahlen und KI-Wachstum
- Analysten halten trotz Kursverlust an Kaufempfehlung fest
Salesforce hat den größten beschleunigten Aktienrückkauf der Börsengeschichte gestartet — und ihn vollständig durch neue Schulden finanziert. 103 Millionen Aktien wurden bereits zurückgekauft, der Gegenwert: 25 Milliarden Dollar. An der Wall Street wird nun diskutiert, ob das ein Zeichen echter Überzeugung ist oder ein teurer Versuch, den Kurs zu stützen.
Die Finanzierungsstrategie im Detail
Um den Rückkauf zu stemmen, emittierte Salesforce Anleihen in acht Tranchen mit Laufzeiten bis 2066 — Gesamtvolumen ebenfalls 25 Milliarden Dollar. Gleichzeitig wurde ein neuer Fünfjahreskredit über 6 Milliarden Dollar aufgenommen, mit dem zwei bestehende Darlehen abgelöst wurden. Das Unternehmen tauscht also kurzfristige Verbindlichkeiten gegen langfristige aus und legt sich dabei auf Jahrzehnte fest.
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CEO Marc Benioff begründete den Schritt mit hoher Zuversicht in die Zukunft des Unternehmens. Finanzchefin Robin Washington verwies auf die Stabilität von Wachstum und Cashflow. Tatsächlich lieferte Salesforce zuletzt starke Quartalszahlen: Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 3,81 Dollar den Konsens von 3,04 Dollar deutlich, der Umsatz lag mit 11,20 Milliarden Dollar leicht über den Erwartungen — das stärkste Umsatzwachstum seit zwei Jahren.
KI-Wachstum gegen Bewertungsdruck
Parallel dazu zeigt das operative Geschäft Dynamik. Die vertraglich gebundenen, noch nicht realisierten Erlöse stiegen um 16 Prozent auf 35,1 Milliarden Dollar. Salesforces KI-Produkt Agentforce verzeichnete einen Anstieg der aktiven Produktionskonten um knapp 50 Prozent im Quartalsvergleich. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar an — ein Wachstum von zehn bis elf Prozent.
Trotzdem steht die Aktie unter erheblichem Druck. Seit Jahresbeginn hat sie rund 23 Prozent verloren, während der S&P 500 zulegte. Der Markt bewertet das Risiko, dass KI-Generallösungen den Bedarf an spezialisierter Unternehmenssoftware langfristig dämpfen könnten. Schwäche in den Bereichen Marketing, Commerce und bei der Tableau-Integration gibt Analysten zusätzlichen Anlass zur Vorsicht.
Was Analysten sagen
Die 36 Analysten, die Salesforce abdecken, halten im Konsens an einem „Kaufen“-Rating fest. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 283 Dollar — rund 42 Prozent über dem aktuellen Kurs von etwa 166 Euro. Das Spektrum reicht dabei von 194 bis 405 Dollar, was die breite Unsicherheit über die künftige Bewertung widerspiegelt.
Die verbleibenden 25 Milliarden Dollar aus dem genehmigten Rückkaufprogramm geben dem Unternehmen Spielraum für weitere Maßnahmen. Ob die finale Abrechnung des laufenden Rückkaufs im dritten oder vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 die erhoffte Kurswirkung entfaltet, hängt maßgeblich davon ab, ob Salesforce die angekündigte organische Wachstumsbeschleunigung in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich liefert.
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