Salesforce Aktie: Tägliche Geschäftszahlen
Trotz Rekordergebnisse und starkem KI-Wachstum notiert die Salesforce-Aktie auf einem mehrjährigen Tief. Der Markt bewertet das Unternehmen skeptisch, auch aufgrund interner Turbulenzen.

- KI-Plattform Agentforce verzeichnet starkes Umsatzwachstum
- Aktienkurs fällt trotz operativer Rekordergebnisse
- Interne Führungsprobleme und Personalabbau belasten
- Markt fürchtet langfristige Bedrohung des Kerngeschäfts
Salesforces KI-Plattform Agentforce wächst rasant – und dennoch hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 22 Prozent verloren. Das Unternehmen liefert Rekordergebnisse, doch der Markt bewertet die Aktie so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Was steckt hinter dieser Diskrepanz?
Agentforce: Wachstum in Rekorddimensionen
Agentforce ist Salesforces Antwort auf den Boom der KI-Agenten – Software, die Unternehmensaufgaben weitgehend autonom erledigt. Die Zahlen sprechen für sich: In den ersten 15 Monaten nach dem Launch schloss Salesforce mehr als 29.000 Deals ab. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) der Plattform stieg um 169 Prozent auf 800 Millionen US-Dollar. Die Zahl der abgeschlossenen Verträge legte im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2026 nochmals um 50 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu.
Ergänzt wird Agentforce durch Data 360, eine einheitliche Datenplattform, die Unternehmensdaten aus verschiedenen Quellen zusammenführt. Beide Produkte sollen die Kundenbindung langfristig stärken – ein entscheidender Faktor im hart umkämpften Enterprise-Software-Markt.
Auch auf der Partnerschaftsseite tut sich einiges: Seit dem 3. März 2026 betreibt Salesforce gemeinsam mit der Formel 1 einen KI-gestützten Fan-Begleiter auf F1.com. Der Agent beantwortet rund um die Uhr Fragen der weltweit 827 Millionen F1-Fans – ein Showcase für die kommerzielle Reichweite von Agentforce.
Rekordergebnisse, aber Bewertungsdruck
Das Geschäftsjahr 2026 (Ende: 31. Januar 2026) verlief für Salesforce operativ stark. Der Gesamtumsatz stieg um zehn Prozent auf 41,5 Milliarden US-Dollar, allein im vierten Quartal um zwölf Prozent auf 11,2 Milliarden. Der operative Cashflow wuchs um 15 Prozent auf 15,0 Milliarden US-Dollar. Salesforce schüttete dabei mehr als 14 Milliarden US-Dollar an Aktionäre aus – 99 Prozent des freien Cashflows. Hinzu kommt ein neues Aktienrückkaufprogramm über 50 Milliarden US-Dollar.
Für das laufende Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden US-Dollar. CFO Robin Washington betonte auf dem Earnings Call, man sei zuversichtlich, das organische Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte 2027 wieder zu beschleunigen.
Interner Gegenwind
Neben den starken Zahlen steht Salesforce intern unter Druck. CEO Marc Benioff sorgte mit Witzen über die US-Einwanderungsbehörde ICE auf einer Firmenveranstaltung für Unmut. Präsidentin und COO Robin Washington räumte in einem All-Hands-Meeting ein, das Unternehmen passe sich „angemessen an“. Mitgründer Parker Harris bezeichnete Benioffs Aussagen offen als „nicht in Ordnung“.
Parallel dazu entließ Salesforce erneut Mitarbeiter. Das Unternehmen befindet sich in einer Phase der internen Neuausrichtung, die auch eine hohe Fluktuation im Führungsteam umfasst.
Bewertungslücke als zentrales Thema
Trotz der operativen Stärke notiert die Aktie aktuell bei rund 167 Euro – deutlich unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 25, verglichen mit einem historischen Dreijahresdurchschnitt von über 130. Ein Teil dieser Kompression ist der Reife des Unternehmens geschuldet. Ein anderer Teil spiegelt die Sorge wider, dass KI-Agenten mittelfristig SaaS-Abonnements überflüssig machen könnten – und damit das Kerngeschäft von Salesforce unter Druck setzen.
Diese Sorge ist nicht neu, trifft Salesforce aber besonders sichtbar. Das Unternehmen selbst setzt dagegen: Agentforce soll zeigen, dass KI kein Bedrohungsszenario ist, sondern ein Wachstumstreiber. Ob der Markt dieser Argumentation folgt, wird sich vor allem an der ARR-Entwicklung von Agentforce und den Ergebnissen der zweiten Jahreshälfte 2027 entscheiden.
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