Salesforce Aktie: Zahlen entscheiden

Der Cloud-Softwareanbieter legt unter Druck seine Quartalsergebnisse vor. Der Fokus liegt auf der KI-Adoption und der Entwicklung der freien Cashflows, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Die Kernpunkte:
  • Ergebnispräsentation live im TV durch CEO Benioff
  • Umsatzerwartung von 11,2 Milliarden US-Dollar
  • Hoher Druck durch KI-Sorgen und Kursverluste
  • Freie Cashflows als zentrale Vertrauenskennzahl

Salesforce steht vor einem Wendepunkt. Am Mittwochabend legt der Cloud-Riese seine Zahlen für das vierte Quartal vor – und die Erwartungen sind hoch. Während die Aktie seit Jahresbeginn über 30 Prozent an Wert verloren hat, fragen sich Anleger: Kann das Unternehmen mit seinem KI-Geschäft die Zweifler überzeugen?

Ungewöhnliches Format für kritische Zahlen

Statt der üblichen Telefonkonferenz wählt Salesforce diesmal einen anderen Weg. Gründer und CEO Marc Benioff wird die Ergebnisse live im Fernsehen präsentieren, bevor das Unternehmen zu einer Broadcast-Veranstaltung aus dem Salesforce Tower übergeht. Die neue Kommunikationsstrategie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die gesamte Softwarebranche unter verschärfter Beobachtung steht.

Analysten erwarten für das vierte Quartal einen Umsatz von 11,2 Milliarden Dollar – ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet der Markt mit 3,05 Dollar, nach 2,78 Dollar im Vorjahresquartal.

KI-Sorgen belasten den Kurs

Der Druck auf die Bewertung ist erheblich. Mit einem Minus von 32,8 Prozent seit Jahresbeginn gehört Salesforce zu den schwächsten Werten im S&P 500. Bereits 2025 hatte die Aktie 21 Prozent verloren.

Im Zentrum der Sorgen steht die Frage, ob künstliche Intelligenz das traditionelle Geschäftsmodell gefährdet. Neue KI-Tools könnten klassische lizenzbasierte Preisstrukturen unter Druck setzen. Deshalb richtet sich der Fokus auf die Adoptionsrate von Salesforce‘ eigener KI-Plattform Agentforce 360. Im dritten Quartal erreichte diese bereits einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 540 Millionen Dollar. Das Datengeschäft wuchs im gleichen Zeitraum um 114 Prozent auf eine Basis von 1,4 Milliarden Dollar.

Cashflow im Blick

Im dritten Quartal hatte Salesforce 10,3 Milliarden Dollar umgesetzt – ein Wachstum von 9 Prozent. Die verbleibende Leistungsverpflichtung, die vertraglich zugesicherte, aber noch nicht verbuchte Umsätze misst, kletterte um 12 Prozent auf 59,5 Milliarden Dollar. Daraufhin hob das Management die Jahresprognose auf 41,45 bis 41,55 Milliarden Dollar an.

Neben den Umsatzzahlen achten Investoren auf die Cashflow-Entwicklung. Für das Geschäftsjahr 2026 werden freie Cashflows von rund 14 Milliarden Dollar erwartet – eine deutliche Steigerung gegenüber 4 Milliarden Dollar im Jahr 2021. Diese Kennzahl könnte entscheidend sein, um das Vertrauen in die operative Stärke des Unternehmens zurückzugewinnen.

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