Salesforce: Slack verklagt Microsoft vor High Court
Salesforce verklagt Microsoft in London wegen unlauterer Bündelung von Teams mit Office. Der Konzern weitet den Rechtsstreit auf den britischen Markt aus.

- Kartellklage in London eingereicht
- Vorwurf: Unzulässige Teams-Bündelung
- Eigener Aktienkurs stark gefallen
- Analysten empfehlen weiterhin Kauf
Der Softwarekonzern Salesforce eskaliert den Streit mit Microsoft. Über seine Tochter Slack hat das Unternehmen in London eine Kartellklage eingereicht. Es geht um die Vorherrschaft bei Büro-Software.
Kartellklage in London
Slack wirft Microsoft vor, die Kommunikations-App Teams unzulässig mit dem Office-Paket zu bündeln. Diese Praxis schränke die Auswahl für Firmenkunden massiv ein. Konkurrenten drängt der Tech-Riese damit an den Rand. Microsoft ließ Anfragen dazu bisher unbeantwortet.
Der Konflikt schwelt schon länger. Bereits 2020 beschwerte sich Slack bei der EU-Kommission. Microsoft entging einer Strafe, indem der Konzern Office-Produkte in Europa ohne Teams günstiger anbot. Für den britischen Markt reicht Salesforce dieses Zugeständnis offenbar nicht aus.
Alte Vorwürfe, neue Front
Parallel dazu gerät Microsoft in Großbritannien weiter unter Druck. Ein britisches Gericht ließ kürzlich eine Sammelklage über 1,7 Milliarden Pfund zu. Fast 60.000 Unternehmen werfen Microsoft überhöhte Preise bei Cloud-Lizenzen vor. Kurz gesagt: Die juristischen Baustellen häufen sich.
Aktie tief im Minus
Auf dem Parkett kämpft Salesforce derweil mit eigenen Problemen. Die Aktie notiert aktuell bei rund 155 Euro. Seit Jahresbeginn brach der Kurs um 28 Prozent ein. Ein RSI-Wert von 20 signalisiert eine massiv überverkaufte Situation.
Analysten bleiben unbeeindruckt vom Kursverfall. Die große Mehrheit rät weiterhin zum Kauf der Papiere. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt das Management einen Umsatz von rund 46 Milliarden US-Dollar an. Das entspricht einem zweistelligen prozentualen Wachstum. Im zweiten Halbjahr soll das Geschäft wieder anziehen.
Die Klage in London erfüllt für Salesforce einen doppelten Zweck. Das Unternehmen schützt die Marktposition von Slack und greift den größten Konkurrenten direkt an. Ein juristischer Erfolg in Großbritannien würde die Preisgestaltung für Software-Pakete in Europa neu definieren.
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