Salmon Evolution Aktie: Ernteprognose auf 6.000 Tonnen gesenkt

Landbasierter Lachszüchter verzeichnet Umsatzrückgang durch geringere Erntemenge und Preise, senkt aber Kosten und Nettoverlust deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz sinkt auf 66,7 Mio. NOK
  • Nettoverlust deutlich reduziert
  • Produktionskosten um 13 Prozent gesenkt
  • Ernteprognose für 2026 gekürzt

Rückläufige Ernte belastet Quartalsumsatz

Am Dienstag veröffentlichte Salmon Evolution die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026. Der Umsatz des landbasierten Lachszüchters sank auf 66,7 Millionen Norwegische Kronen (NOK). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf ein niedrigeres Preisniveau am Markt sowie eine geringere Erntemenge zurückzuführen. Im Berichtszeitraum wurden 945 Tonnen (HOG) geerntet, deutlich weniger als im Vorjahr. Trotz des geringeren Volumens verringerte das Unternehmen seinen Nettoverlust auf 43,4 Millionen NOK, nach einem Minus von über 71 Millionen NOK im Vorjahreszeitraum.

Die operative Entwicklung im Bereich Farming zeigte Anzeichen einer Stabilisierung. Das entsprechende EBITDA verbesserte sich von minus 13 Millionen NOK auf minus 3 Millionen NOK. Betrachtet man das gesamte erste Halbjahr 2026, liegt das Farming-EBITDA mit 15 Millionen NOK bereits im positiven Bereich. Dies unterstreicht die operative Lernkurve des Unternehmens beim Betrieb seiner Anlagen am Standort Indre Harøy.

Fokus auf Kosteneffizienz und Produktionsziele

Ein wesentlicher Lichtblick im Quartalsbericht ist die Entwicklung der Produktionskosten. Diese konnten im zweiten Quartal auf 71 NOK pro Kilogramm gesenkt werden, was einer Verbesserung von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das Unternehmen führt dies auf eine effiziente Betriebsführung zurück. Dennoch sah sich das Management veranlasst, die Ernteprognose für das Gesamtjahr 2026 anzupassen. Statt der ursprünglich geplanten 7.000 Tonnen werden nun 6.000 Tonnen erwartet.

Parallel dazu treibt Salmon Evolution den Ausbau der zweiten Phase seiner Produktionsstätte voran. Im Juli wurde der dritte Smolt-Aussatz für diesen Bereich erfolgreich durchgeführt. Mittlerweile wurden vier der zwölf geplanten Tanks übernommen.

Bis Mitte 2027 soll die jährliche Kapazität auf 14.600 Tonnen steigen. Nach vollständiger Fertigstellung der Phase 2 wird eine Kapazität von insgesamt 18.000 Tonnen angestrebt. Das Budget für diese Erweiterung liegt bei bis zu 2,65 Milliarden NOK.

Analysten halten an Kaufempfehlung fest

Trotz der gesenkten Jahresprognose bleiben Experten für die langfristigen Aussichten optimistisch. Die Analysten von Pareto Securities bekräftigten nach der Vorlage der Zahlen ihre Kaufempfehlung. Zwar senkte das Haus das Kursziel für den Titel von 5,50 NOK auf 5,20 NOK, sieht aber weiterhin Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Marktniveau. Die Analysten begründeten den Schritt mit den kurzfristig niedrigeren Erntemengen, hoben jedoch die Fortschritte beim Kostenmanagement hervor.

An der Börse spiegelte sich die zurückhaltende Stimmung der Anleger zuletzt deutlich wider. Gestern schloss das Papier bei 3,925 NOK und markierte damit ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Beginn des Jahres verzeichnet der Wert einen Kursrückgang von 24,37 Prozent.

Marktbeobachter richten ihr Augenmerk nun darauf, ob der monatliche Rhythmus bei den Smolt-Aussätzen wie geplant etabliert werden kann, um die angestrebten Volumensteigerungen für das kommende Jahr abzusichern.

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