Salzgitter mit weniger Umsatz, aber mehr Gewinn

Der Stahlunternehmen Salzgitter profitierte im letzten Geschäftsjahr von der Erholung auf dem Stahlmarkt. Nach Verlusten in den Vorjahren konnte das Unternehmen in 2016 wieder einen Gewinn erwirtschaften.

Im letzten Geschäftsjahr konnte Salzgitter unterm Strich annähernd 57 Mio. Euro verdienen. Dieser Betrag lag fast in der gleichen Höhe wie der Verlust des Vorjahres. Ab Sommer profitierte der Konkurrent von Thyssenkrupp besonders in den Geschäftsbereichen Flachstahl und Handel von der Stabilisierung der Stahlpreise. Denn nachdem die Chinesen den Markt mit billigem Stahl übersät hatten, führte die EU Anfang des letzten Jahres Antidumping-Zölle gegen chinesische Stahlimporte ein.

Profit stellt sich erst mit Verzögerung ein

Der Gewinn hieraus stellte sich allerdings erst mit Verzögerung ein, da in der Stahl-Branche langfristige Lieferverträge üblich sind. So ging der Umsatz bei Salzgitter im letzten Jahr von 8,6 auf 7,9 Mrd. Euro zurück, aber für das laufende Jahr wird nun mit einem Umsatzsprung auf 9 Mrd. Euro gerechnet. Das Vorsteuerergebnis soll nach zuletzt 53 Mio. Euro bei 100 bis 150 Mio. Euro herauskommen.

Nach Sparprogramm jetzt Innovationen

Neben den besseren Stahlpreisen half dem Unternehmen im letzten Jahr allerdings auch das eigene Sparprogramm, aber für das nächste Jahr stehen wieder Innovation und Wachstum auf dem Programm.

"Nach dem unvermeidlichen Fokus auf Restrukturierungs- und Kostensenkungsinitiativen der letzten Jahre legen wir nunmehr einen besonderen Akzent auf Innovation und Wachstum", erklärte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann. Die Aussichten erschienen derzeit "so günstig wie seit 2012 nicht mehr". So rechnet der Konzern in den wichtigsten Märkten mit einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholung.

Salzgitter-Aktie mit Minus

Allerdings zeigten sich die Daten nicht am Aktienkurs. Er wies bis zum Mittag ein Minus von rund 2,6 % aus, denn Vorstandschef Fuhrmann hatte einen Vorsteuergewinn für dieses Jahr in dreistelliger Millionenhöhe angedeutet und entsprechend hoch hätten die Erwartungen gelegen und wurden enttäuscht. Die komplette Bilanz wird Salzgitter nun am 24. März vorlegen.

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