Salzgitter stellt steilen Gewinnanstieg in Aussicht

Noch sind die Zahlen von Salzgitter für das vergangene Jahr nicht veröffentlicht, aber das Stahl-Unternehmen blickt bemerkenswert optimistisch in das angefangene Geschäftsjahr 2017.

Dies ließ den Aktienkurs des Konzerns am Montagvormittag auch gleich um rund 2 % ansteigen. Der Grund für den Optimismus der Aktionäre lag in einem Interview des Firmenchefs Jörg Fuhrmann.

Er erwartet im laufenden Jahr einen "dreistelligen Millionenbetrag" beim Vorsteuergewinn. Das wäre laut Salzgitter-Chef "die vierte Gewinnsteigerung in Folge" und damit eine enorme Steigerung zu den Unternehmens-Schätzungen für 2016, die bei 30 bis 60 Mio. Euro lagen.

Salzgitter profitiert von steigenden Rohstoffpreisen

Steigende Rohstoffpreise sind laut Fuhrmann die Voraussetzung dafür, dass Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen sind. "Wenn die Kosten sinken, fehlen einem die Argumente - unabhängig von der eigenen Ertragslage.“

Zudem erhofft sich das Unternehmen durch Einsparungen weitere positive Ergebnis-Effekte. Bis zum Jahr 2020 werden Kostensenkungen in der Summe von 590 Mio. Euro gegenüber 2012 erwartet.

US-Politik bleibt abzuwarten

Fuhrmann bleibt gelassen und entspannt gegenüber der neuen US-Administration und hält Sorgen für übertrieben. "Grundsätzlich halte ich die schon während des Wahlkampfes und erst recht nach dem Ausgang der Wahl wahrnehmbare "Trumpomanie" für reichlich überzogen“, sagte er gegenüber der Zeitung. „Schon heute sei nahezu jede Stahl verbrauchende Region auf der Welt durch handelspolitische Maßnahmen wie Zölle abgeschirmt.“

Salzgitter macht rund 8,5 % seines Umsatzes in den USA. Die Hälfte davon durch die eigenen Werke im Land.

Aktienkurs beflügelt

Das Interview konnte die MDAX-Aktie weiter beflügeln, nachdem Experten bereits das Kursziel in den letzten Wochen drastisch von 26,50 auf 46 Euro angehoben hatten. Die allgemein anziehende Nachfrage nach Stahlprodukten, aber auch Produktionskürzungen in China und Europa hätten die Gewinnaussichten verbessert, hieß es als Begründung. Zudem gebe es einen zunehmenden Schutz vor Billig-Importen in Europa und den USA.

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