Samsung-Aktie: Neue Impulse durch mögliche Aufspaltung?

Samsung hat nach den Smartphone-Bränden turbulente Zeiten hinter sich. Es bleibt aber spannend, denn nun erwägt der Konzern offenbar eine Aufspaltung – auch auf Druck des Großinvestors Elliott Management. Der Investor unter der Leitung von Hedgefonds-Manager Paul Singer erhofft sich davon Impulse für die Aktie. Diese hat in den vergangenen Monaten jedoch trotz aller Probleme schon zugelegt.

© Samsung
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Die Aufspaltung des Samsung-Konzerns soll unter anderem eine Notierung an der US-Technologiebörse Nasdaq möglich machen. Investor Singer rechnet damit, dass sich die Aktie des Unternehmens durch diesen Schritt noch mehr an der höher bewerteten Konkurrenz orientieren könnte.

Für die Aktionäre wäre eine solche Entwicklung natürlich erfreulich. Aber ob es dazu wirklich kommt, bleibt abzuwarten. Denn zum einen ist nicht sicher, dass eine Aufspaltung zu großen Kurszuwächsen führen wird. Und zum anderen ist der Einfluss des US-Managers Paul Singer auf den Samsung-Konzern eher gering. Das stark in Südkorea verwurzelte Unternehmen wird sich einen solchen Schritt reiflich überlegen.

Samsung-Aktie trotz Problemen auf einem guten Weg in 2016

Die Brände beim Smartphone Galaxy Note 7 haben durchaus Spuren hinterlassen: Nach dem globalen Verkaufsstopp und der Rückrufaktion ging der Gewinn der Südkoreaner in den Keller – ganz abgesehen vom immer noch nicht ganz abzusehenden Image-Schaden. Für das im Smartphone-Markt wichtige Weihnachtsgeschäft bedeutet das in 2016 demnach klare Vorteile für den großen Rivalen Apple.

Umso erstaunlicher ist es, dass die Samsung-Aktie in den vergangenen Monaten nicht eingebrochen ist. Zwar unterliegt das Papier seit September kräftigen Schwankungen, der langfristige Aufwärtstrend wurde jedoch bisher nicht durchbrochen. In dem letzten halben Jahr hat der Titel knapp 40 Prozent zulegen können.

Bringt Aufspaltung kurzfristigen Schwung?

Sollte die diskutierte Aufspaltung tatsächlich kommen, hätte dies wohl auch Auswirkungen auf die Aktie. Gut möglich, dass kurzfristig positive Signale für Samsung entstehen würden. Allerdings muss sich die Konzernspitze dazu erstmal beraten und eine Entscheidung treffen. Und ob dieser Schritt mittel- und langfristig etwas bringen würde, steht in den Sternen. Denn nun gilt es vor allem erstmal die Folgen des Smartphone-Debakels in den Griff zu bekommen.

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