Samsung Electronics: 40.000 Arbeiter fordern Bonus-Reform

Samsung kämpft mit Streikdrohung und Milliarden-Aktienverkauf, während das Chipgeschäft durch Tesla-Deal und 2-Nanometer-Pläne wächst.

Die Kernpunkte:
  • Massive Proteste vor südkoreanischem Werk
  • Drohender 18-tägiger Streik im Mai
  • Shinhan Bank verkauft 2,1-Milliarden-Aktienpaket
  • Chip-Sparte mit 30 Prozent Kundenplus

Starke Nachfrage im Chipgeschäft, aber massive Unruhe vor den Werkstoren. Bei Samsung Electronics prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Ein großer Arbeitskampf bedroht die Produktion. Parallel dazu trennt sich ein Großinvestor von einem Milliardenpaket.

Eskalation am Pyeongtaek-Werk

Zehntausende Mitarbeiter versammelten sich am heutigen Donnerstag am Fabrikkomplex in Pyeongtaek. Laut Gewerkschaftsangaben protestierten rund 40.000 Beschäftigte für transparente Gehälter. Sie fordern ein Ende der Bonusobergrenzen. Die Belegschaft sieht sich im Vergleich zum Rivalen SK Hynix deutlich benachteiligt.

Bleiben die Verhandlungen festgefahren, droht im Mai ein 18-tägiger Streik. Die Folge: ein möglicher Produktionsausfall von 20 bis 30 Billionen Won. Das Management reagiert hart. Samsung hat eine gerichtliche Verfügung beantragt und bezeichnet den geplanten Ausstand als illegal.

Der Vorsitzende des Compliance-Ausschusses, Lee Chan-hee, schaltete sich bereits am Dienstag ein. Er mahnte die Gewerkschaft zur Vorsicht. Ein flächendeckender Stillstand gefährde die nationale Wirtschaft.

Großbank macht Kasse

Abseits der Werkstore drückt ein gigantischer Aktienverkauf auf die Stimmung. Die Shinhan Bank platziert ein Aktienpaket im Wert von rund 2,1 Milliarden US-Dollar. Einer der größten Kreditgeber Südkoreas will damit seine Kapitalquoten stärken. Die Papiere notierten zuletzt bei 217.500 Won.

Das Marktumfeld bleibt ohnehin angespannt. Geopolitische Risiken im Nahen Osten halten den Ölpreis über der Marke von 100 US-Dollar. Währungsschwankungen in Asien dämpfen die Euphorie rund um den Ausbau der KI-Infrastruktur zusätzlich.

Lichtblick im Chip-Geschäft

Trotz der internen Reibereien wächst die Halbleiter-Sparte rasant. Samsung rechnet im laufenden Jahr mit einem Kundenzuwachs von über 30 Prozent für seine modernsten 2-Nanometer-Chips. Nach einem großen Liefervertrag mit Tesla laufen derzeit Leistungstests für Hochleistungsrechner. Hier verhandelt Samsung mit weiteren Tech-Konzernen aus den USA und China.

Die neue Fabrik im texanischen Taylor liegt im Zeitplan. Sie soll noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen. Die Anlage bildet das Herzstück der sogenannten Turnkey-Strategie. Samsung will Kunden damit ein komplettes Ökosystem aus Logikchips, Speicher und Gehäusetechnik aus einer Hand bieten.

Wie stark die aktuellen Belastungen ins Gewicht fallen, zeigt sich bald. Ende April veröffentlicht Samsung die vollständigen Finanzergebnisse für das erste Quartal. Spätestens dann muss das Management erklären, wie es den drohenden Produktionsausfall im Mai abwenden will.

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