Samsung Electronics Aktie: Die Billionen-Marke fällt!

Analysten erwarten für Samsungs drittes Quartal 106,1 Billionen Won Betriebsgewinn; Währungseffekte und ETF-Umschichtungen könnten belasten.

Die Kernpunkte:
  • 106,1 Billionen Won Gewinn prognostiziert
  • Chipgeschäft als zentraler Wachstumstreiber
  • Won-Aufwertung drückt auf Exportmargen
  • Ausländische Anleger verkaufen Samsung-Aktien

Vor der morgigen Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 zeichnet sich bei Samsung Electronics ein historischer Meilenstein ab. Erstmals in der Unternehmensgeschichte dürfte der südkoreanische Technologiekonzern beim Quartalsbetriebsgewinn die Schwelle von 100 Billionen Won überschreiten.

Im Vorfeld der Bekanntgabe notiert die Aktie heute bei 269.750,00 KRW mit einem leichten Abschlag von 0,8 Prozent, hat sich seit Jahresanfang mit einem Plus von 126 Prozent jedoch mehr als verdoppelt.

Halbleitersparte treibt Gewinnsprung

Laut Reuters wird für die Monate Juli bis September 2026 ein operativer Gewinn von 106,1 Billionen Won erwartet, was umgerechnet rund 79,1 Milliarden US-Dollar entspricht. Gegenüber den 12,17 Billionen Won aus dem Vorjahresquartal käme dies nahezu einer Verneunfachung gleich. Es wäre das vierte Rekordquartal in Folge. Der Quartalsumsatz wird am Markt bei rund 200 Billionen Won gesehen.

Haupttreiber dieses Wachstums bleibt das Speicherchipgeschäft der DS-Sparte. Während für den Bereich der Unterhaltungselektronik DX mit operativen Verlusten zwischen 1 und 2 Billionen Won gerechnet wird, soll das Halbleitersegment operativ über 100 Billionen Won beisteuern. Nach Einschätzung von SK Securities liegt die operative Marge im Chipgeschäft bei 76 Prozent.

Gestützt wird das Ergebnis durch Preisanstiege bei konventionellen DRAM- und NAND-Speichern sowie die anlaufende Massenproduktion von HBM4-Speichern, die unter anderem in KI-Beschleunigern von Nvidia und AMD zum Einsatz kommen. Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren Analysten von JPMorgan für Samsung einen weltweiten HBM-Marktanteil von 34 Prozent, nach 20 Prozent im Jahr 2025.

Technische Faktoren und Währungseffekte

Trotz der Rekordaussichten wurden die Gewinnschätzungen seit Ende August um rund 7,7 Prozent zurückgenommen. Verantwortlich dafür ist unter anderem eine deutliche Aufwertung des koreanischen Won, der im dritten Quartal gegenüber dem US-Dollar um 14,3 Prozent zulegte und damit die Exportmargen belastet.

Zudem stellt sich der Markt auf kurzfristige Kursschwankungen ein. Goldman Sachs warnt vor erhöhter Volatilität am morgigen Donnerstag. Neben den vorläufigen Quartalsdaten treffen an diesem Handelstag mehrere Sondereffekte aufeinander: Sieben Halbleiter-ETFs mit einem verwalteten Volumen von rund 14 Milliarden US-Dollar nehmen Indexanpassungen vor, die mechanische Verkäufe von Samsung-Titeln auslösen dürften.

Gleichzeitig fallen ein lokaler Optionsverfalltermin und das planmäßige Auslaufen des konzerneigenen Aktienrückkaufprogramms über 15 Billionen Won auf denselben Tag. Vor diesem Hintergrund trennten sich ausländische Investoren vor dem Stichtag an fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen per saldo von Samsung-Aktien im Wert von rund 2,6 Milliarden US-Dollar.

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