Samsung Electronics Aktie: Die Rückkauf-Bombe platzt?
Samsung erwarb mehr Aktien als geplant und beantragte zusätzliche Käufe; nächste Woche folgen vorläufige Quartalszahlen.

- 53,8 Millionen eigene Aktien erworben
- Mengenziel vor Fristende übertroffen
- Weitere zwei Millionen Anteile beantragt
- Vorläufige Quartalszahlen nächste Woche erwartet
Samsung Electronics hat sein Aktienrückkaufprogramm vorzeitig erfüllt und setzt die Käufe am Markt unmittelbar fort. Bis gestern erwarb der südkoreanische Technologiekonzern 53,8 Millionen eigene Anteile. Damit übertraf das Unternehmen das avisierte Mengenziel von rund 53,29 Millionen Papieren deutlich vor dem eigentlichen Fristende im November.
Das ursprünglich im August angekündigte Programm dient der Mitarbeiteraktienvergütung. Bis einschließlich Donnerstag flossen dafür rund 14,16 Billionen Won. Am heutigen Freitag beantragte Samsung den Erwerb weiterer zwei Millionen Anteile, um den finanziellen Gesamtrahmen von rund 15 Billionen Won vollständig auszuschöpfen.
Debatte über Auslaufen der Stützungskäufe
Parallel dazu schließt auch der heimische Branchenkonkurrent SK hynix seine Rückkäufe zügig ab. Marktteilnehmer diskutieren deshalb über eine mögliche Nachfragelücke an der Börse in Seoul. In den vergangenen Wochen hatten vor allem die Stützungskäufe der Konzerne die Kurse abgesichert, während ausländische Investoren und Privatanleger vermehrt Anteile abstießen.
Im heutigen Handel tendierte die Samsung-Aktie bei 276.000,00 KRW seitwärts. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier dennoch einen Zuwachs von 131 %. Die Kursentwicklung spiegelt die Erholung im weltweiten Halbleitersektor wider.
Vorabzahlen für das dritte Quartal im Fokus
Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich nun auf die operative Entwicklung des Speicherherstellers. In der kommenden Woche legt der Konzern vorläufige Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor. Der Markt rechnet vor allem im Halbleiterbereich mit einer deutlichen Gewinnbeschleunigung durch den weltweiten Ausbau von Rechenzentren.
Goldman Sachs bekräftigte die Kaufempfehlung für den Technologiekonzern. Die Analysten senkten ihre operative Gewinnprognose für das dritte Quartal zwar leicht auf 106 Billionen Won, begründeten dies jedoch primär mit Wechselkurseffekten durch den stärkeren Won. Für das Jahr 2027 stellt die US-Bank beim HBM-Umsatz ein Volumen von 74 Milliarden US-Dollar in Aussicht.
Auch IBK Investment & Securities stuft den Titel weiter mit „Kaufen“ bei einem Kursziel von 460.000 Won ein. Das Institut prognostiziert für das abgelaufene Quartal einen operativen Gewinn von 101,7 Billionen Won.
Treibende Kraft bleibt die anhaltende Verknappung im Speichersegment. Lieferzeiten für moderne Server-Bausteine bleiben überdurchschnittlich lang, während die Bestände der Hersteller gering ausfallen. Für Samsung zeichnet sich damit trotz des nahenden Endes der Rückkäufe eine solide fundamentale Unterstützung ab.
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