Samsung Electronics Aktie: Goldman Sachs setzt Ziel auf 490.000 Won

Samsung Electronics verliert 3,9 Prozent, während Rückkaufpläne, Ausschüttungen und ein Goldman-Sachs-Kursziel von 490.000 Won stützen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt um 3,9 Prozent
  • Ausschüttungen von 90 bis 110 Billionen Won
  • Life Asset Management fordert Vorzugsaktien-Rückkäufe
  • Goldman Sachs setzt 490.000 Won Kursziel

Der Technologiesektor erlebte gestern einen deutlichen Rücksetzer, angeführt durch Warnungen führender Köpfe der Branche vor einer zu raschen Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Samsung Electronics konnte sich diesem Trend nicht entziehen, steht jedoch aufgrund massiver Rückkaufpläne und optimistischer Analystenkommentare im Fokus der Anleger.

Globale Verkaufswelle trifft südkoreanische Chipwerte

Am gestrigen Montag fiel die Aktie von Samsung Electronics um 3,9 Prozent auf einen Schlusskurs von 249.500,00 KRW. Auslöser war eine weltweite Verkaufswelle bei Halbleiterunternehmen, nachdem Branchenvertreter zur Vorsicht beim Ausbau von KI-Modellen gemahnt hatten.

Während OpenAI-Korea-Chef Harrison Kim die Ausweitung der Kooperation bei Chips der nächsten Generation betonte, warnten andere Stimmen wie der Anthropic-Forscher Evan Hubinger vor den Risiken. Er bezifferte die Wahrscheinlichkeit, dass eine unkontrollierte Entwicklung innerhalb der nächsten Dekade existenzielle Gefahren berge, auf über zehn Prozent.

Dieser Stimmungsumschwung belastete den gesamten südkoreanischen Markt. Der Leitindex KOSPI verzeichnete am Montag empfindliche Einbußen, wobei ausländische Investoren netto Bestände im Wert von mehreren Billionen Won abstießen. Besonders die Speicherchip-Hersteller gerieten unter Druck, da am Markt Sorgen über ein mögliches Ende des rasanten Wachstumszyklus im Bereich der Server-Hardware aufkamen.

Aktionärsschützer fordern verstärkte Rückkäufe

Trotz der kurzfristigen Kursschwäche rücken die umfangreichen Pläne zur Kapitalrückgabe in den Vordergrund. Samsung hat angekündigt, für das Jahr 2026 insgesamt zwischen 90 und 110 Billionen Won an die Aktionäre auszuschütten. Davon entfallen bereits rund 30 Billionen Won auf die Bardividende für das dritte Quartal.

Am heutigen Dienstag wurde zudem bekannt, dass der Finanzinvestor Life Asset Management dem Management in einem Schreiben offiziell vorgeschlagen hat, die verbleibenden liquiden Mittel vorrangig für den Rückkauf und die anschließende Vernichtung von Vorzugsaktien zu verwenden. Eine Entscheidung hierüber wird für die Vorstandssitzung im Oktober erwartet.

Diese Entwicklung hat bereits zu einer deutlichen Verschiebung im Anlegerverhalten geführt. Während südkoreanische Privatanleger ihre Positionen in Stammaktien zuletzt reduzierten, flossen im September bereits rund 803,5 Milliarden Won in Vorzugsaktien. Diese Gattung wird am Markt mit einem deutlichen Abschlag gegenüber den Stammaktien gehandelt, was sie für Investoren, die auf die angekündigten Ausschüttungen setzen, besonders attraktiv macht.

Analysten sehen massives Aufwärtspotenzial

Die Experten von Goldman Sachs teilen diesen Optimismus und nahmen Samsung Electronics in ihre „Conviction Buy“-Liste auf. Sie begründeten dies unter anderem mit der Erwartung, dass sich die Durchschnittspreise für High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) im Jahr 2027 verdoppeln könnten.

Das Kursziel für die Stammaktie wurde auf 490.000 Won festgesetzt. Damit liegt die Bewertung weit über dem aktuellen Niveau, obwohl das Papier derzeit einen Abstand zum 52-Wochen-Hoch von -33 Prozent aufweist.

Zusätzliche Unterstützung kommt von der Produktionsseite, da das Unternehmen seine Preismacht festigt. Samsung Foundry erhöhte bereits die Preise für Wafer in den fortschrittlichen 4-Nanometer- und 5-Nanometer-Verfahren um bis zu 15 Prozent, wobei US-amerikanische Kunden priorisiert werden.

Belastend wirkt hingegen der starke Won, der gegenüber dem US-Dollar seit seinem Tiefpunkt im Juli deutlich aufwerten konnte. Dies führte laut Medienberichten dazu, dass der Konsens für den Betriebsgewinn des Gesamtjahres leicht nach unten korrigiert wurde, da die Währungseffekte die Exporterlöse der Chipsparte schmälern.

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