Samsung Electronics Aktie: HBM4-Erlöse über Milliarde

Samsung-Aktie bricht um über zwölf Prozent ein, während der Konzern gleichzeitig Milliardenerlöse mit neuen HBM4-Speicherchips vermeldet.

Die Kernpunkte:
  • Samsung verliert 12,3 Prozent an einem Tag
  • HBM4-Chips überspringen Milliardenschwelle
  • KI-Riesen wie Nvidia und Google als Kunden
  • Konzernchef besucht Schlüsselfabrik in Cheonan

Ein brutaler Ausverkauf erfasst die südkoreanische Börse. Der KOSPI löste am Dienstag die Handelsunterbrechung aus, weil Anleger nach dem rasanten Anstieg der Tech-Werte Gewinne sichern. Samsung Electronics verlor dabei 12,31 Prozent und schloss bei 310.000 KRW. Ein Absturz, der die beeindruckende Jahresbilanz überschattet: Seit Januar steht immer noch ein Plus von 141 Prozent.

Kurssturz am breiten Markt

Die Korrektur traf den gesamten südkoreanischen Aktienmarkt. Auslöser war eine Welle von Gewinnmitnahmen, angetrieben von der Sorge über überhöhte Bewertungen im Technologiesektor. Samsung-Aktien notieren jetzt gut 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 374.500 KRW – erreicht erst am vergangenen Freitag. Der RSI von 48,9 Punkten zeigt eine neutrale Verfassung, das Papier ist weder überkauft noch überverkauft.

KI-Speicher als Wachstumsmotor

Trotz des Börsentrubels liefert das operative Geschäft beeindruckende Zahlen. Samsung bestätigte am Dienstag: Die kumulierten Einnahmen aus den neuen HBM4-Speicherchips haben die Milliardengrenze übersprungen. Erst seit Februar läuft die Massenproduktion dieser Hochleistungsbausteine.

Die Nachfrage kommt von den Schwergewichten der KI-Branche. Zu den Abnehmern zählen Nvidia, AMD, Google, Amazon, Microsoft, Meta und Broadcom. Samsung liefert die Chips bereits für Nvidias nächste Plattform Vera Rubin. Muster der 12-Layer-HBM4E-Chips sind ebenfalls verschickt.

Die Prognose des Managements ist ehrgeizig. Bis Ende Juni sollen die HBM4-Erlöse auf über 1,2 Milliarden Dollar steigen. Bis Jahresende peilt Samsung die Zehn-Milliarden-Marke an.

Cheonan-Besuch sendet Signal

Konzernchef Jay Y. Lee reiste zur Produktionsstätte in Cheonan. Seit 2023 hatte er die Fabrik nicht mehr besucht – ein deutliches Zeichen, wie wichtig die Backend-Fertigung für die HBM-Strategie ist. Die Anlage kümmert sich um die anspruchsvolle Verpackung der Speichermodule.

Der gesamte HBM-Markt dürfte 2026 auf 54,6 Milliarden Dollar wachsen. Samsung will davon das größte Stück. Parallel plant die koreanische Regierung ein milliardenschweres neues Halbleiter-Cluster in Gwangju. Entlastung für den Raum Seoul und langfristige Sicherung der KI-Produktion.

Die technische Erholung hat Potenzial. Der Kurs liegt gut elf Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 277.770 KRW. Die Volatilität bleibt mit annualisiert 88 Prozent extrem hoch. Anleger sollten auf weitere Marktbewegungen gefasst sein, bevor sich der Staub legt.

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