Samsung: Gwangju-Werk für KI-Chips geplant

Samsung-Aktie fällt um sechs Prozent, bleibt aber mit Jahresplus von 136 Prozent stark. Neue KI-Chip-Fabrik geplant.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert 6% durch Nahost-Konflikt
  • Neues Chipwerk für KI-Prozessoren geplant
  • Samsung investierte 2025 rund 90 Billionen Won
  • Analysten sehen Kurspotenzial von 75%

Der Nahost-Konflikt trifft Samsung Electronics an einem empfindlichen Punkt. Eskalierte Spannungen zwischen den USA und Iran haben am Mittwoch eine breite Flucht aus Halbleiterwerten ausgelöst — die Samsung-Aktie verlor dabei 6,06 Prozent auf 302.500 Won.

Trotz des harten Tagesverlusts bleibt das Bild im Jahresvergleich bemerkenswert: Seit Jahresbeginn hat die Aktie 135,9 Prozent zugelegt. Vom Allzeithoch bei 370.000 Won, das Anfang Juni erreicht wurde, ist sie nun rund 18 Prozent entfernt.

Neue Fabrik für KI-Chips geplant

Mitten in der Marktturbulenzen arbeitet Samsung an einem strategischen Ausbau. Der Konzern prüft den Bau eines neuen Chipverpackungswerks in Gwangju, Südkorea. Es wäre die erste neue Inlandsanlage dieser Art seit den frühen 1990er-Jahren.

Das Werk soll auf High Bandwidth Memory und KI-Prozessoren spezialisiert werden — Komponenten, die Kunden wie Nvidia und AMD in wachsenden Mengen benötigen. Einen formalen Investitionsplan könnte Samsung noch im Juni vorstellen, wenn Regierungsvertreter und Konzernchefs zusammenkommen.

Weltgrößter Halbleiter-Investor

Bei den Ausgaben setzt Samsung Maßstäbe. 2025 investierte der Konzern rund 90 Billionen Won in Investitionen und Forschung — mehr als jeder Wettbewerber. TSMC kam auf rund 69 Billionen Won, Intel auf etwa 40 Billionen Won.

Davon flossen 52,2 Billionen Won in Sachinvestitionen, 37,7 Billionen Won in Forschung und Entwicklung. Diese Ausgaben hielt Samsung auch in Phasen schwächerer Gewinne aufrecht.

Analysten sehen deutliches Kurspotenzial

KB Securities bleibt trotz der aktuellen Schwäche bei einer Kaufempfehlung und nennt ein Kursziel von 530.000 Won — das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 75 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Die Analysten erwarten, dass neue Wettbewerber im Speicherchipmarkt Samsungs technologische Führung neu bewertet werden lässt.

Ab dem dritten Quartal 2026 könnten die operativen Gewinne die Marke von 100 Billionen Won pro Quartal überschreiten. Treiber wäre ein prognostizierter Preisanstieg von 60 Prozent bei DRAM- und NAND-Chips. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Zwölfmonatssicht liegt aktuell bei etwa 5,9 — ein Niveau, das Marktbeobachter im globalen Vergleich als günstig einstufen.

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