Samsung: HBM4E mit 14 Gigabit pro Sekunde
Samsung versendet Muster des neuen HBM4E-Speichers mit höherer Bandbreite und Effizienz für KI-Anwendungen.

- Muster für HBM4E-Speicher ausgeliefert
- Bandbreite um über 20 Prozent gesteigert
- Energieeffizienz um 16 Prozent verbessert
- US-Hauptsitz nach Texas verlegt
Samsung schickt den nächsten Speicherchip in den Markt, und das Timing ist klar auf den KI-Boom zugeschnitten. Der Konzern hat mit dem Versand von Mustern für HBM4E begonnen, einer 12-lagigen High-Bandwidth-Memory-Version für wichtige Kunden weltweit.
Für Anleger ist das mehr als ein technisches Update. Samsung will damit seine Position in einem Geschäft festigen, das für KI-Rechenzentren und große Sprachmodelle immer wichtiger wird.
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Mehr Tempo, mehr Kapazität
HBM4E soll einen stabilen Pin-Durchsatz von 14 Gigabit pro Sekunde liefern, mit Spielraum bis 16 Gbps. Das liegt mehr als 20 Prozent über der vorherigen HBM4-Generation. Pro Stapel sind bis zu 3,6 Terabyte pro Sekunde Bandbreite möglich.
Auch bei Effizienz und Temperaturführung legt Samsung nach. Die neue Lösung soll die Energieeffizienz um 16 Prozent verbessern und bei der Wärmebeständigkeit mehr als 14 Prozent besser abschneiden als der Vorgänger. Das ist für den Einsatz in dicht gepackten Rechenzentren ein wichtiger Punkt, weil hohe Leistung ohne saubere Kühlung schnell zum Problem wird.
Der Speicher kommt zunächst in einer Kapazität von 48 Gigabyte. Das sind mehr als 30 Prozent mehr als zuvor. Samsung plant zudem Varianten mit 32 und 64 Gigabyte, je nach Bedarf der Kunden.
Nächster Schritt im HBM-Wettlauf
Samsung betont damit vor allem eines: Der Konzern will im HBM-Markt nicht nur mithalten, sondern technisch vorne bleiben. Ein Unternehmensvertreter verwies darauf, dass man nach der erfolgreichen Serienfertigung von HBM4 mit HBM4E erneut die eigene technologische Stärke zeige.
Nach den ersten Mustersendungen folgt jetzt die Optimierung mit den Kunden. Die Serienfertigung soll dann im Einklang mit deren Zeitplänen anlaufen. Genau dieser Übergang ist im HBM-Geschäft entscheidend, weil große Abnehmer extrem genaue Vorgaben bei Leistung, Wärmeentwicklung und Lieferfähigkeit machen.
Auch das US-Geschäft verändert sich
Parallel dazu verlagert Samsung seinen US-Hauptsitz von New Jersey nach Texas. Rund 1.000 Beschäftigte sind davon betroffen, die meisten sollen in das neue Büro in Plano wechseln. Texas lockt mit steuerlichen Vorteilen und niedrigeren Immobilienkosten.
Für Samsung kommt beides zur gleichen Zeit: technologischer Vorstoß im Speicherbereich und ein organisatorischer Umbau in den USA. Der Markt dürfte vor allem auf den HBM4E-Start und die nächsten Schritte in der Kundenqualifizierung schauen, denn dort entscheidet sich, wie schnell aus den Mustern ein Geschäft wird.
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