Samsung SDI Aktie: Deal mit Forge Nano
Samsung SDI erschließt mit einer strategischen Partnerschaft den US-Verteidigungsmarkt. Gemeinsam mit Forge Nano entsteht eine Gigafactory in North Carolina.

- Gigafactory in North Carolina geplant
- Fokus auf US-Verteidigung und Raumfahrt
- Aktie verliert trotz positiver Nachrichten
- Produktion ohne chinesische Komponenten
Samsung SDI wagt den Schritt in den US-Verteidigungsmarkt. Der südkoreanische Batteriekonzern hat eine strategische Partnerschaft mit dem Start-up Forge Nano geschlossen. Gemeinsam wollen sie eine Gigafactory in North Carolina bauen – für Lithium-Ionen-Zellen mit einer Kapazität von 3 GWh pro Jahr.
Kooperation mit Tiefgang
Forge Nano investiert zwischen 300 und 330 Millionen Dollar in die Fabrik in Morrisville. Hinzu kommt ein 100-Millionen-Dollar-Zuschuss des US-Energieministeriums. Samsung SDI beteiligt sich direkt: rund 20 Millionen Dollar fließen in das Start-up. Das entspricht etwa 30 Milliarden Won.
Die eigentliche Innovation steckt in der Technologie. Forge Nano nutzt ein patentiertes Verfahren namens „Atomic Armor“, eine Oberflächenbeschichtung auf atomarer Ebene. Samsung SDI bringt sein Know-how in der Fertigung ein. Ab 2028 soll die Fabrik Zellen liefern – der koreanische Konzern hat sich ein Abnahmerecht gesichert.
Im Gegenzug wird Forge Nano zum autorisierten Händler von Samsung-SDI-Zellen in den USA.
Fokus auf Sicherheit
Die Partnerschaft zielt auf anspruchsvolle Kunden: das US-Verteidigungsministerium, die Raumfahrtbehörde und Betreiber kritischer Infrastruktur. Die Produktion auf amerikanischem Boden und Lieferketten ohne chinesische Komponenten sind dabei entscheidend.
Forge Nano ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits zuvor hatten LG und Hanwha in das Start-up investiert. Samsung SDI reiht sich nun ein.
Kursrücksetzer nach Rekordjagd
Die Nachricht kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für die Aktie. Am Freitag schloss das Papier bei 65,80 Euro – ein Minus von 3,24 Prozent zum Vortag. Der Abwärtstrend der vergangenen Wochen setzt sich fort: auf Sieben-Tages-Sicht verlor die Aktie 17,34 Prozent, auf einen Monat 27,53 Prozent.
Der relative Stärke-Index liegt bei 35,7 Punkten. Das ist nah an der Schwelle von 30, ab der ein Wert als überverkauft gilt. Ein Zeichen, dass der Abgabedruck nachlassen könnte.
Die langfristige Bilanz bleibt beeindruckend: Zum 52-Wochen-Tief von 26 Euro beträgt der Abstand 153 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 67 Prozent.
Industrie im Umbruch
Neben dem Vorstoß ins Verteidigungsgeschäft passt Samsung SDI auch die bestehende Produktion an. In einer Fabrik des Joint Ventures mit Stellantis in Indiana werden Elektroauto-Linien umgerüstet. Künftig sollen dort LFP-Batterien für stationäre Stromspeicher entstehen.
Der Grund: Die globale Nachfrage nach E-Autos wächst langsamer. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Netzpuffern und Notstromlösungen für Rechenzentren massiv. Samsung SDI reagiert mit beiden Beinen – in neue Märkte und alte Werke zugleich.
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