Samsung SDI Aktie: LS senkt Ziel auf 593.000 Won

Trotz Mercedes-Deal und Umsatzplus bleibt Samsung SDI operativ in den roten Zahlen. Analysten sehen den Kurs als überteuert an.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel von LS Securities gesenkt
  • Sechster operativer Verlust in Folge
  • Hoffnung auf Rechenzentren und Mercedes-Auftrag
  • Aktienkurs hat sich seit Januar verdoppelt

Ein prestigeträchtiger Liefervertrag mit Mercedes-Benz und besser als erwartete Quartalszahlen reichten zuletzt aus, um die Fantasie der Anleger zu befeuern. Bei Samsung SDI klaffen operative Realität und Börsenbewertung jedoch zunehmend auseinander. Die südkoreanische Investmentbank LS Securities tritt nun auf die Bremse und senkt das Kursziel für den Batteriehersteller.

Der Broker stuft die Aktie weiterhin auf „Halten“ ein, kappte das Ziel aber von 618.000 auf 593.000 Won. Zum Zeitpunkt der Analyse notierte das Papier in Seoul bereits deutlich darüber bei 684.000 Won.

LS Securities bewertet den Titel auf diesem Niveau als überteuert. Die kurzfristigen Ertragsaussichten rechtfertigen die jüngsten Kursaufschläge nach Ansicht der Analysten nicht.

Auch an den europäischen Handelsplätzen zeigt sich die enorme Fallhöhe nach einer massiven Rally. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt und notiert aktuell bei 87,80 Euro. Das Plus auf Zwölf-Monats-Sicht liegt sogar bei fast 250 Prozent.

Rote Zahlen trotz Umsatzplus

Operativ steckt der Konzern weiterhin in der Verlustzone. Im ersten Quartal verbuchte Samsung SDI den sechsten operativen Fehlbetrag in Folge. Immerhin verringerte sich das Minus im Jahresvergleich um 64 Prozent auf 155,6 Milliarden Won.

Der Umsatz kletterte parallel dazu um knapp 13 Prozent auf 3,58 Billionen Won. Unter dem Strich steht bereits wieder ein Nettogewinn von rund 56 Milliarden Won.

Dieser Überschuss resultiert allerdings primär aus US-Subventionen und Finanzerträgen, die das operative Defizit ausgleichen. Analyst Jeong Kyung-hee verweist auf anhaltende Marktanteilsverluste in Europa und hohe Anlaufkosten. Diese Faktoren dürften das Unternehmen auch im zweiten Quartal belasten.

Rechenzentren als Hoffnungsträger

Für die zweite Jahreshälfte zeichnet sich eine Besserung ab. Das Management rechnet mit einem massiven Nachfrageschub bei Energiespeichersystemen für US-Rechenzentren. Hier soll der Bedarf von neun Gigawattstunden im Vorjahr auf über 40 Gigawattstunden anwachsen.

Hinzu kommt der neue Deal mit Mercedes-Benz über die Lieferung von Hochleistungsbatterien. Dieser Vertragsabschluss soll die Auslastung im ungarischen Werk ab dem Sommer auf über 70 Prozent treiben.

Trotz dieser Perspektiven bleibt die fundamentale Bewertung angespannt. LS Securities argumentiert, dass der aktuelle Aktienkurs selbst den geplanten Verkauf der Samsung-Display-Beteiligung und mögliche Durchbrüche bei Feststoffbatterien bereits überkompensiert. Finanzchef Oh Jae-kyun hält dagegen und peilt für die zweite Jahreshälfte die Rückkehr in die operative Gewinnzone an.

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