Samsung SDI Aktie: Sechs von neun Konsortien wählen SDI

Samsung SDI sichert sich zwei Drittel eines staatlichen KI-Netzprojekts. Analysten sehen trotz E-Auto-Flaute einen Wendepunkt für den Batteriekonzern.

Die Kernpunkte:
  • Staatliches KI-Projekt als Wachstumstreiber
  • Umsatzsprung von 16 Prozent erwartet
  • Operativer Verlust schrumpft drastisch
  • Rückkehr in Gewinnzone ab Q3 prognostiziert

Samsung SDI setzt ein deutliches Ausrufezeichen im Markt für Energiespeicher. Während das Geschäft mit Batterien für Elektroautos derzeit weltweit stagniert, profitiert der Konzern massiv vom KI-Boom in Südkorea. Die Aktie kletterte zum Wochenstart um 1,89 Prozent auf 64,80 Euro.

Der Grund für den Optimismus ist ein staatliches Förderprojekt zur Stabilisierung von Stromnetzen für KI-Datenzentren. Samsung SDI ging daraus als dominanter Partner hervor. Sechs von neun teilnehmenden Konsortien wählten das Unternehmen als Lieferanten. Damit sicherte sich der Konzern rund zwei Drittel der gesamten Projektkapazität.

Umsatz wächst zweistellig

Diese Entwicklung wirkt sich positiv auf die Erwartungen für das zweite Quartal aus. Marktbeobachter rechnen mit einem Umsatzsprung von 16 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro. Parallel dazu verbessert sich die Ertragslage des Batterieherstellers spürbar.

Der prognostizierte operative Verlust schrumpft voraussichtlich auf etwa 31 Milliarden Won. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei fast 400 Milliarden Won. Neben der hohen Nachfrage aus dem KI-Sektor stützen staatliche Gutschriften für die Produktion in den USA das Ergebnis.

Analysten sehen Wendepunkt

Die Investmentbank DB Securities hält an ihrer Kaufempfehlung für das Papier fest. Das Kursziel liegt bei 840.000 Won, was umgerechnet etwa 558 Euro entspricht. Die Experten rechnen bereits für das dritte Quartal 2026 mit der Rückkehr in die Gewinnzone.

Der strategische Fokus verschiebt sich nun auf das Jahresende. Bis Dezember will Samsung SDI seine neuen LFP-Produktionslinien vollständig in Betrieb nehmen. Für das kommende Jahr plant der Konzern zudem die Markteinführung seiner ersten Feststoffbatterien.

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