SANDISK Aktie: 14,1-Prozent-Absturz auf 1.745 Dollar

SanDisk-Aktie bricht nach Rekordlauf um 14 Prozent ein. Branchenrotation und operative Erfolge prägen das Bild.

Die Kernpunkte:
  • Kurssturz um 14,1 Prozent
  • Branchenrotation belastet Halbleiter
  • Neue Produktionslinie in Japan
  • Umsatzsprung im dritten Quartal

SanDisk war im ersten Halbjahr der absolute Überflieger im S&P 500. Nun erlebte das Papier einen dramatischen Einbruch. Der Kurs stürzte an einem einzigen Handelstag um 14,1 Prozent ab. Die Aktie schloss bei 1.745 US-Dollar. Echte operative Erfolge traten angesichts des massiven Verkaufsdrucks komplett in den Hintergrund.

Rotation belastet den Sektor

Der Abverkauf zieht sich durch die gesamte Halbleiterbranche. Investoren schichten derzeit massiv um. Kapital fließt aus Hardware-Werten ab und wandert direkt in Unternehmenssoftware.

Den konkreten Auslöser lieferte Meta. Der Facebook-Konzern verkauft über seine neue „Meta Compute“-Initiative überschüssige KI-Rechenkapazitäten. Marktbeobachter fürchten nun eine sinkende Nachfrage nach Hardware. Die Folge: ein branchenweiter Kursrutsch. SanDisk notiert mittlerweile 26 Prozent unter dem Rekordhoch vom Juni.

Neuer Meilenstein in Japan

Operativ liefert der Konzern derweil klare Erfolgsmeldungen. Anfang Juli startete SanDisk offiziell eine neue Produktionslinie in Japan. Gemeinsam mit dem Partner Kioxia fertigt das Unternehmen im Kitakami-Werk nun hochmoderne Flash-Speicher. Diese spezielle Architektur nutzt 332 Lagen.

Die neuen Chips verarbeiten Daten rund ein Drittel schneller. Beim Schreiben arbeiten sie 18 Prozent effizienter. Die riesige Anlage bedient die enorm hohe Nachfrage aus KI-Rechenzentren. Parallel dazu verlängerten die beiden Konzerne ihre Partnerschaft langfristig bis Ende 2034.

Auftragsbücher bleiben voll

Die jüngsten Geschäftszahlen untermauern die starke Marktposition. Im abgelaufenen dritten Quartal sprang der Umsatz auf knapp sechs Milliarden US-Dollar. Das Segment für Rechenzentren explodierte regelrecht. Hier verzeichnete SanDisk ein starkes Wachstum von 645 Prozent.

Auch der Ausblick für das vierte Quartal überzeugt. Das Management rechnet mit Erlösen von bis zu 8,25 Milliarden US-Dollar. Der Auftragsbestand beläuft sich auf gewaltige 41,6 Milliarden US-Dollar. Davon sind mehr als elf Milliarden vertraglich fest zugesichert.

Eine klare Mehrheit der Experten rät weiterhin zum Kauf. Susquehanna sieht das Kursziel bei 3.250 US-Dollar. Bernstein ruft glatte 3.000 US-Dollar aus. Mizuho hob das Ziel kurzfristig auf 2.200 US-Dollar an.

Das Kerngeschäft floriert also weiterhin prächtig. Die operativen Erfolge federn den jüngsten Kursschock fundamental ab. Dennoch regiert aktuell die Nervosität am Markt.

Charttechnisch testet die Aktie nun wichtige Marken. Eine starke Unterstützung verläuft bei rund 1.500 US-Dollar. Sie deckt sich exakt mit dem 60-Tage-Durchschnitt. Der nächste harte Widerstand wartet bei 1.900 US-Dollar.

Spätestens am 13. August 2026 stehen neue Fakten an. Dann veröffentlicht SanDisk den nächsten offiziellen Quartalsbericht.

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