SANDISK Aktie: Aufstieg in den S&P 100 startet

SanDisk wird am 21. September in den S&P 100 aufgenommen. Starkes Rechenzentrumsgeschäft und neue Vereinbarungen stützen den weiteren Ausblick.

Die Kernpunkte:
  • Aufnahme in den S&P 100
  • Aktie notiert unter 52-Wochen-Hoch
  • Rechenzentren wachsen sequenziell um 103 Prozent
  • Aktienrückkäufe bis 14,0 Milliarden US-Dollar

SanDisk steht vor einer bedeutenden Veränderung in seiner Index-Zugehörigkeit. Ab dem kommenden Montag wird das Unternehmen offizielles Mitglied im S&P 100 sein. Diese Beförderung in den Kreis der hundert führenden US-Konzerne unterstreicht die gewachsene Relevanz des Speicher-Spezialisten am Kapitalmarkt.

Index-Rebalancing und Kursreaktion

Laut einer Ankündigung von S&P Dow Jones Indices erfolgt die Aufnahme vor Handelsbeginn am 21. September. SanDisk rückt gemeinsam mit Dell Technologies, Palo Alto Networks und Arista Networks in den Index auf. Die Auswahl verlassen im Gegenzug die Konzerne Honeywell Aerospace, Nike, die Simon Property Group sowie Colgate-Palmolive.

Eine 1:1-Zuordnung der ausscheidenden zu den eintretenden Unternehmen findet dabei nicht statt. Die Nachricht hatte bereits am 4. September für eine deutliche Kursrallye gesorgt, da indexbasierte Fonds gezwungen sind, ihre Bestände entsprechend anzupassen.

Im heutigen Handel legt die Aktie um 0,7 % zu und notiert bei 1.360,00 Euro. Damit verbleibt das Papier weiterhin unter seinem im Juni erreichten 52-Wochen-Hoch von 2.060,00 Euro.

Insiderverkäufe und Management-Präsentationen

Parallel zur Index-Aufnahme gab es zuletzt mehrere Transaktionen aus dem Führungskreis. Medienberichten zufolge veräußerte Bernard Shek, Chief Legal Officer & Secretary, am vergangenen Dienstag 2.308 Anteile zu einem Durchschnittspreis von 1.767,33 US-Dollar. Bereits am 1. September hatte Shek 600 Aktien verkauft.

Diese Verkäufe erfolgten planmäßig im Rahmen eines festgelegten Handelsplans nach Rule 10b5-1. Ebenfalls am 3. September gab CEO David Goeckeler 10.540 Anteile ab, wobei dieser Schritt der Begleichung von Steuerpflichten im Zusammenhang mit Aktienzuteilungen diente.

Das Management nutzte die vergangenen Tage zudem für den direkten Austausch mit Investoren auf Fachkonferenzen. Am vergangenen Dienstag präsentierte sich die Unternehmensführung auf der Global TMT Conference der Citibank, gefolgt von einem Auftritt bei der Communacopia + Technology Conference von Goldman Sachs am vergangenen Mittwoch.

Starke Nachfrage aus dem Rechenzentrums-Sektor

Diese Präsentationen folgen auf ein starkes viertes Quartal des Geschäftsjahres 2026, das SanDisk vor gut einem Monat abschloss. Der Umsatz lag mit 8,97 Milliarden US-Dollar über den Markterwartungen, wobei vor allem das Geschäft mit Rechenzentren ein sequenzielles Wachstum von 103 Prozent auf 2,98 Milliarden US-Dollar verzeichnete, getrieben durch die hohe Nachfrage im Bereich Künstliche Intelligenz. Die Non-GAAP-Bruttomarge erreichte in diesem Zeitraum 84,6 Prozent.

Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt SanDisk einen Umsatz zwischen 10,3 Milliarden und 10,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die langfristige Planung wird durch zehn neue Geschäftsvereinbarungen mit einem Mindestvolumen von 93,9 Milliarden US-Dollar gestützt, die eine Sichtweite von mehr als vier Jahren bieten.

Um die Aktionäre am Erfolg zu beteiligen, genehmigte das Board of Directors bereits am 5. August ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 14,0 Milliarden US-Dollar. Nach Rückkäufen im vierten Quartal verbleibt eine Gesamtermächtigung für künftige Transaktionen in Höhe von 15,5 Milliarden US-Dollar.

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